Ulm / Helmut Pusch  Uhr
Das Angebot ist unüberschaubar. Hier ein paar Tipps der Redaktion, wo sich das Hinschauen lohnt.

Nach 17 Kulturnächten hat sich so jeder seine eigene Strategie erarbeitet, um diesen Saisonstart in Ulm und Neu-Ulm am besten zu nutzen. Ein paar Tipps.

Fahrplan

Drei der reizvollsten Angebote fahren tatsächlich nach Fahrplan – die Musikstraßenbahnen, von denen die Stadtwerke heuer zwei auf die Trasse der Linie 1 schicken, der Gelenk-Kulturbus, der erstmals mit der Band Cry Sis zirkuliert, und der Bandbus von Radio 7, in dem man zwar nicht mitfahren kann, der aber die Musiker von Erpfenbrass von Auftritt zu Auftritt karrt.

Am Schwörsonntag wird ErpfenBrass auf dem Ulmer Münsterplatz für Stimmung sorgen. Die Band im Interview.

Zentral

Natürlich lohnt sich das Ulmer Zentrum mit dem von der Compagnia Strado betanzten Stadthaus, dem Münster, in dem 14 Ulmer und Neu-Ulmer Chöre zur langen Chornacht laden, und dem Münsterplatz, auf dem schon nachmittags Kinder-Programme und Mitmachaktionen angeboten werden – wie übrigens auch in und vor der vh.

Verborgenes

Reizvoll sind auch Orte, die sonst nicht allen offenstehen, wie die Synagoge, für deren Besuch man allerdings seinen Ausweis braucht. Den verlangt das Theater Ulm nicht, das Blicke hinter die Kulissen gewährt. Dort ist der Andrang gewöhnlich sehr groß – also Zeit einplanen.

Neu-Ulm

Ein Abstecher nach Neu-Ulm lohnt sich: In den Kunstetagen am Heiner-­Metzger-Platz gibt es jede Menge Aktionen und Ausstellungen, in der Musikschule vertonen Lehrer Videos live, und in der Caponniere 4 lockt nicht nur die Ausstellung „Bewegte Momente“ von Martina Dach. Die Fotografin fotografiert auch die Besucher, Wer weiß, vielleicht wird man so zum Objekt der nächsten Kulturnacht.

Peripherie

Auch die eine oder andere Station außerhalb des Zentrums zu besuchen, lohnt sich: etwa die Walther Collection in Burlafingen, die Obere Donaubastion, wo neben dem Roxy noch weitere acht Institutionen Programm anbieten oder das Hexenhaus auf dem Eselsberg, das für diesen Abend acht Bands für zwei Bühnen gebucht hat. Wen es gar nicht nach Hause zieht: Der neue Kulturtreff Gleis 44 in der Schillerstraße macht durch bis morgens um fünf.

Ein bunt gemischtes Publikum feiert die Eröffnung des „Gleis 44“ in der Schillerstraße mit klassischem Konzert und elektronischer Musik.

Info Die Eintrittsarmbänder für die Kulturnacht kosten 10 Euro (ermäßigt 8). Sie sind bei allen teilnehmenden Institutionen erhältlich.

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In die kulturelle Szene von Ulm und Neu-Ulm kommt immer mehr Bewegung.