Schwörmontag 2018 Was ist das Nabada?

Tausende „Nabader“ treiben auf der Donau
Tausende „Nabader“ treiben auf der Donau © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Tobias Herrmann 23.07.2018
Das Highlight des Schwörwochenendes ist zweifelsohne das Nabada. Bei diesem Wasserumzug treiben Tausende auf der Donau.

Das Nabada, schwäbisch für „Hinunterbaden“, ist ein traditioneller Wasserumzug auf der Donau und bildet den Höhepunkt des Schwörmontags in Ulm. Gegen 16 Uhr befinden sich neben den offiziellen Themen- und Musikschiffen auch unzählige sogenannte wilde Nabader auf der Donau. Ob in Schlauchbooten, auf selbstgebauten Flößen oder schlicht in einem Schwimmreifen: wagemutig lassen sie sich zu tausenden auf der Donau treiben und spritzen sich gegenseitig kräftig nass.
Flankiert wird das Nabada von tausenden Zuschauern, die auf beiden Seiten der Donau die Ufer säumen und lautstark den traditionellen Schlachtruf „Ulmer Spatza, Wasserratza, hoi, hoi, hoi“ skandieren.

Erste Anfänge um 1800

Das erste offizielle Nabada fand 1927 statt, zunächst war eine Teilnahme aber nur den veranstaltenden Vereinen gestattet. Erst Ende der 60er Jahre wurde das Nabada für alle Teilnehmer geöffnet. Die Geschichte des Nabada geht indes noch weiter zurück. So finden sich Berichte um 1800, in denen bereits beschrieben wird, wie die Jugend die Donau hinunterbadet.

Rote Körbe kündigen eine Absage an

Wenn das Nabada aufgrund extremer Wetterbedingungen nicht stattfinden kann, werden am Ulmer Münster die „rote Körbe“ befestigt. So geschehen am 21. Juli 2008, als das Nabada wegen Hochwasser und damit einhergehender starker Strömung zum ersten Mal seit 23 Jahren abgesagt werden musste.

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