„Dies academicus“ – so heißt in schönstem Latein ein an vielen Universitäten einmal pro Jahr üblicher „akademischer Tag“, an dem die reguläre Lehrtätigkeit unterbrochen wird, weil es etwas zu feiern gibt.  Beim „Dies academicus“ der Universität Ulm am kommenden Freitag, 8. Februar (Beginn um 10 Uhr im Hörsaal der Medizinischen Klinik), steht neben Preisverleihungen die Batterieforschung im Fokus.

Aus gutem Grund: Im Herbst vergangenen Jahres hatten die Universität Ulm, das Karlsruher Institut für Technologie und weitere Partner bei der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder ein „Exzellenzcluster“ zu diesem Zukunftsthema eingeworben (wir berichteten).

Gefördert mit rund sieben Millionen Euro jährlich für zunächst sieben Jahre forscht ein interdisziplinäres Team an neuen Energiespeichern jenseits von Lithium. Am Freitag stellen die beiden Sprecher des Ulmer Clusters, die Professoren Axel Groß und Maximilian Fichtner, das Forschungs­vorhaben vor.

Wie üblich blickt Uni-Präsident Michael Weber beim Festakt auf die Erfolge der vergangenen Monate zurück und informiert über Zukunftspläne. Weiterhin werden sieben Preise verliehen. Unter anderem erhält Juniorprofessorin Claudia Schrader einen mit 4000 Euro dotierten Kooperationspreis Wissenschaft-Wirtschaft: Gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Handwerkstag und einem Spielgeräteentwickler hat sie eine Lern­­software namens „Meister­-Power“ entwickelt. Mithilfe der Software sollen Schüler spielerisch lernen, wie man einen Handwerksbetrieb führt.

Den zweiten Kooperationspreis erhält der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik für Neurologie (RKU), Prof. Albert Ludolph, für seine Zusammenarbeit mit der Firma Teva. Die Partner erforschen neue Therapieoptionen bei der tödlichen Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS).

Außerdem werden beim Festakt der Franziska-Kolb-Preis zur Förderung der Leukämieforschung, Preise aus dem Bereich Gleichstellung und der Lehrpreis der Universität Ulm verliehen. Auch Ulmer Medizinstudierende werden gewürdigt: Für ihr Projekt zur Sexualaufklärung Jugendlicher erhalten sie den Ulmer Universitätssonderpreis für herausragendes studentisches Engagement.