Eine Woche nach der in Ulm mit Entsetzen aufgenommen Absage an eine Ulmer Batterieforschungsfabrik sind Bund und Land um Kompensation bemüht. In Berlin haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die Staatssekretäre des Bundeswirtschafts- und verkehrsministeriums  am Donnerstag eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet: In Ulm und Freiburg soll eine Forschungsfabrik für Brennstoffzellen und Wasserstoff gebaut werden. 18,5 Millionen Euro hat das Land für das Projekt „Hyfab-Baden-Württemberg“ bereitgestellt. Der genaue Beitrag des Bundes ist noch nicht beziffert. „Es wird ein zweistelliger Millionenbetrag sein“, berichtete die Ulmer CDU-Abgeordnete Ronja Kemmer aus Berlin.

75 Millionen Euro für Projekt

Insgesamt ist das Projekt mit einem Zuschussbedarf von etwa 75 Millionen Euro kalkuliert. Ziel des vom Ulmer Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg und weiteren Akteuren aus Wissenschaft und Industrie entwickelten Projektes ist es, die Zulieferindustrie zu stärken. So sollen automatisierte Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren entwickelt und erprobt werden. In der Industrialisierung der Brennstoffzellenfertigung sehen Bund und Land  ein enormes Potenzial sowohl für die CO2-Reduzierung im Verkehr als auch für die Profilierung der heimischen Industrie.

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