Ulm / Matthias Stelzer  Uhr
Mit dem großen Batterie-Coup wurde es nichts. Jetzt soll Ulm Geld für die Brennstoffzellen-Forschung bekommen.

Eine Woche nach der in Ulm mit Entsetzen aufgenommen Absage an eine Ulmer Batterieforschungsfabrik sind Bund und Land um Kompensation bemüht. In Berlin haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die Staatssekretäre des Bundeswirtschafts- und verkehrsministeriums  am Donnerstag eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet: In Ulm und Freiburg soll eine Forschungsfabrik für Brennstoffzellen und Wasserstoff gebaut werden. 18,5 Millionen Euro hat das Land für das Projekt „Hyfab-Baden-Württemberg“ bereitgestellt. Der genaue Beitrag des Bundes ist noch nicht beziffert. „Es wird ein zweistelliger Millionenbetrag sein“, berichtete die Ulmer CDU-Abgeordnete Ronja Kemmer aus Berlin.

Nach dem Aus für eine Batterieforschungsfabrik reagieren Politik und Wissenschaft enttäuscht – aber nicht resigniert.

75 Millionen Euro für Projekt

Insgesamt ist das Projekt mit einem Zuschussbedarf von etwa 75 Millionen Euro kalkuliert. Ziel des vom Ulmer Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg und weiteren Akteuren aus Wissenschaft und Industrie entwickelten Projektes ist es, die Zulieferindustrie zu stärken. So sollen automatisierte Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren entwickelt und erprobt werden. In der Industrialisierung der Brennstoffzellenfertigung sehen Bund und Land  ein enormes Potenzial sowohl für die CO2-Reduzierung im Verkehr als auch für die Profilierung der heimischen Industrie.

Das könnte dich auch interessieren:

„Wer so durch die Stadt fährt, nimmt einen Unfall in Kauf“, begründete der Vorsitzende Richter sein Urteil. Der 18-Jährige Jugendliche war durch Ulm gerast und hat dabei einen schweren Unfall verursacht

Ein Streit zwischen zwei Personen hat am Donnerstagvormittag einen SEK-Einsatz ausgelöst. Ein Mann hatte eine Frau mit einer Waffe bedroht.