Der Schutz vor Cyber-Angriffen beim autonomen Fahren wird immer wichtiger, da die Technik immer mehr steuert. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft - darunter auch die Universität Ulm - in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto.

Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung der Teilnehmer des Verbundvorhabens hervorgeht, wird das Projekt unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Kommentar Harald John zur Förderung der Uni Ulm Millionen sorgen für neuen Antrieb

Ulm

Ulmer Experten bei SecForCARs

Die Universität Ulm bringt ihre Expertise in den Bereichen IT-Sicherheit, Sensorik und automatisiertes Fahren in das Verbundvorhaben SecForCARs ein. Seit mehr als 15 Jahren beschäftigt sich die Gruppe von Professor Frank Kargl vom Institut für Verteilte Systeme mit Fragestellungen der IT Sicherheit bei vernetzten Fahrzeugen. Kargl hat das Projekt mitinitiiert und gilt als ausgewiesener Experte im Bereich IT-Sicherheit: „Gerade vollautomatisierte Fahrzeuge müssen besonders robust gegen Angriffe sein, da kein Fahrer mehr bei durch Hackerangriffe ausgelösten Fehlfunktionen eingreifen kann“, betont der Informatik-Professor

Weiterhin trägt das Ulmer Institut für Mikrowellentechnik entscheidend zum Projekt SecForCARs bei: Die Forscher um Institutsleiter Professor Christian Waldschmidt nutzen ihre langjährige Erfahrung mit Kfz-Radaren, um denkbare Angriffe und deren Auswirkung auf Radarsensorik zu untersuchen.

Teilnehmer

Das Projekt bringt Experten aus der IT-Sicherheit und dem automatisierten Fahren zusammen. Als Automobilhersteller sind die Volkswagen AG und die AUDI AG beteiligt. Die Zulieferindustrie ist durch die Infineon Technologies AG und die Robert Bosch GmbH vertreten. Die ESCRYPT GmbH, die Itemis AG, die Mixed Mode GmbH und die SCHUTZWERK GmbH repräsentieren Tool-Hersteller und die Security-Industrie. Ausgewählte Forschungsinstitute, Universitäten und Hochschulen stellen den Transfer aktueller Forschungsergebnisse in das Projekt sicher. Hierzu zählen die Universität Ulm, die Technischen Universitäten Braunschweig und München, die Freie Universität Berlin, die Hochschule Karlsruhe sowie die Fraunhofer-Institute AISEC und IEM. SecForCARs läuft bis März 2021.