Über 54 200 neue Autos sind 2018 in Stuttgart zugelassen worden, insgesamt 173 500 waren es in der Region Stuttgart, wie aus den Zahlen der Zulassungsstellen hervorgeht. Diesel-Pkw hatten in Stuttgart einen Anteil von 32,3 Prozent. Sie sanken in der Käufergunst. Insgesamt lag der Dieselanteil bei den Neuzulassungen in der Region bei 31,7 Prozent.

In der Region insgesamt hatte jeder dritte Gebrauchtwagen einen Dieselmotor. Für Torsten Treiber, Obermeister der Kfz-Innung Region Stuttgart, zeigt sich eine Tendenz: „Die Politik der Fahrverbote zeigt Wirkung, was das Alter und die Zusammensetzung der Fahrzeug-Flotten in der Region angeht. Sie zeigt aber keine Wirkung, was die Bedeutung des Autos als Mobilitätsmittel Nummer eins angeht“, sagt er in einer Mitteilung. Das zeigt sich am Bestand: Der liegt in der Region um rund 21 400 Pkw höher als vor einem Jahr, in Stuttgart um rund 500 Fahrzeuge.

Unter den 54 220 in Stuttgart verkauften neuen Autos waren 17 486 Diesel. Das sind 3308 Diesel-Verkäufe weniger als 2017. „Was aber für den Handel kein Beinbruch war“, sagt der Stuttgarter Kreisvorsitzende Roger Schäufele; „Dafür gingen 2184 Pkw mit Benzinmotoren oder anderen Antrieben an die Kunden. Wären alle Modelle lieferbar gewesen, wären es vermutlich noch mehr gewesen.“

Zur Feinstaub-Debatte sagt Treiber: „Euro-6-Diesel sind in Stuttgart begehrt, haben als Gebrauchtwagen aber ihren Preis und das Angebot ist noch begrenzt, das heißt der Preis ist noch recht hoch. Euro-5-Diesel wird sich in Stuttgart im Moment keiner kaufen, weil nicht klar ist, wie es mit denen weitergeht.“ Wer sich keinen Euro-6-Diesel leisten kann, müsse sich einen Benziner zulegen. „Der verbraucht zwar mehr Sprit und bläst mehr CO2  in die Luft, aber danach fragt ja derzeit keiner.“

Insgesamt ist der Dieselbestand in Stuttgart binnen eines Jahres um 9500 Fahrzeuge von 103 500 auf knapp 94 000 Autos gesunken. Die Diesel wurden aber durch „viele Benziner und ein paar Elektroautos ersetzt, so dass der Gesamtbestand um 500 höher war als Ende 2017, weil die Menschen nicht auf ihr Auto verzichten wollen“, sagt Torsten Treiber.