Am Stuttgarter Hauptbahnhof kam es am Freitagmorgen zu erheblichen Einschränkungen und Verspätungen. Betroffen waren Fern- und Regionalzüge sowie die S-Bahn. Nach Angaben eines Bahnsprechers wurde gegen 9 Uhr ein „Gleislagefehler im Zulaufbereich“ aus Richtung Norden entdeckt. Der Gleiszulauf für die Züge aus Richtung Feuerbach, den auch die Fernzüge aus und in Richtung Mannheim und Frankfurt nehmen, wurde sofort gesperrt.

Störung dauerte bis zum Mittag

Dadurch gab es am gesamten Bahnhof erhebliche Kapazitätseinschränkungen für Züge in und aus allen Richtungen. Die Ursache der Fehllage des Gleises war am Morgen noch unklar. Der Bahnsprecher ging am Vormittag davon aus, dass es den ganzen Tag dauern wird, bis das Problem behoben ist.

Gegen Mittag wurde vermutet, dass Ursache an der Befestigung der Schienen an den Schwellen liegen könne. Der Schaden sei aber nicht so gravierend wie zunächst gedacht wurde. Der Schotterunterbau müsse nicht verdichtet werden.

Grund für die Störung: Gleislagefehler

Gegen 13 Uhr jedoch meldete die Bahn, dass der Verkehr wieder ohne Einschränkungen läuft. Der Schaden im Vorfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofs sei behoben. Wegen einem Gleislagefehler waren zwei Zufahrtsgleise nicht benutzbar. Am Nachmittag hat sich die Lage weitgehend normalisiert.

Der Vorfall bestätigt aber die Kritik von Stuttgart 21-Gegnern am künftigen Tiefbahnhof, der viel störanfälliger sein werde. Beim aktuellen Problem konnte die Bahn auf die S-Bahngleise ausweichen und darauf zum oberirdischen Bahnsteig des Hauptbahnhofs fahren. Umgekehrt könnte die S-Bahn bei einer Störung in den Tunneln oberirdisch den Hauptbahnhof ansteuern. Das ist beim Tiefbahnhof nicht mehr möglich.

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