Gut sieben Wochen vor dem Start rüstet sich die Landeshauptstadt für Deutschlands erste Fahrverbotszone für ältere Diesel. Die ersten Schilder rund um die Stadt hängen bereits, an diesem Montag nimmt ein spezielles Info-Team beim Ordnungsamt seine Arbeit auf, wie eine Sprecherin der Stadt am Freitag sagte. Nach bisherigen Plänen wäre in Stuttgart das gesamte Stadtgebiet vom 1. Januar an mit Fahrverboten belegt. Zunächst sollen Diesel-Fahrzeuge ausgeschlossen werden, die nicht die Abgasnorm Euro 5 schaffen.

Etliche Ausnahmegenehmigungen sind geplant. Eine Ausweitung der ganzjährigen Verbote auch auf Euro-5-Fahrzeuge wurde von der Entwicklung bei den Schadstoffwerten abhängig gemacht. Für Einwohner mit Erst- und Zweitwohnsitz Stuttgart ist eine Übergangsfrist bis zum 31. März 2019 in Planung. Laut Stadt wird es Ausnahmen etwa für den geschäftsmäßigen Lieferverkehr geben, wozu auch Handwerker zählen. Für Wohnmobile, Reisebusse oder Arztbesuche können online Ausnahmegenehmigungen beantragt werden. Auch Einpendler dürfen sie beantragen.