Olaf Drescher wird neuer Chef des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21. Der 60-Jährige übernimmt am 1. Juli den Vorsitz der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, wie die Gesellschaft am Montag mitteilte. Die Projektgesellschaft ist sowohl für Stuttgart 21, also die Neuordnung des Bahnknotens in Stuttgart, als auch für die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm zuständig.
Neubaustrecke Stuttgart-Ulm Morgenstimmung im Täle

Kreis Göppingen

Pofalla: Schwerpunkt der Aufgaben geht Richtung Inbetriebnahme

„Das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm ist weit fortgeschritten, der Schwerpunkt der Aufgaben verlagert sich zunehmend in Richtung Inbetriebnahme. Mit Olaf Drescher übernimmt jetzt ein ausgewiesener Inbetriebnahme-Profi den Vorsitz der Geschäftsführung“, sagte Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn.

Erfahrener Manager von Inbetriebnahmen

Drescher war bereits seit 2018 stellvertretender Vorsitzender der Projektgesellschaft und verantwortete den Bereich Technik. Künftig werde er sich vor allem um die für die Inbetriebnahme relevanten Bereiche Rohbau und Bahntechnik kümmern. Zuvor hatte er für die Deutsche Bahn die Schnellfahrstrecke Berlin-München sowie die Hochgeschwindigkeitsstrecke Hamburg-Berlin in Betrieb genommen.

Manfred Leger bleibt als Stellvertreter

Drescher folgt auf Manfred Leger, der die Projektgesellschaft seit 2013 führte. Er bleibt als stellvertretender Vorsitzender für die Bereiche Risikomanagement, Kommunikation und Stakeholdermanagement zuständig.