Obersontheim Wohnhaus steht in Flammen

Um 13 / Sigrid Bauer 18.07.2018
Die Feuerwehren des oberen Bühlertals bekommen in Hausen Unterstützung von der Haller Wehr.

Um 13.45 Uhr erreichte der Alarm wegen eines Wohnhausbrands den Obersontheimer Feuerwehrkommandanten Daniel Finster. „Sieben bis acht Minuten später waren wir vor Ort“, berichtet er. Im Obersontheimer Teilort Hausen war die Holzfassade eines Wohnhauses, das zu einem landwirtschaftlichen Betrieb am südlichen Ortsrand gehört, in Brand geraten.

„Wir vermuten, dass der Brand vom Balkon ausging, aber ganz sicher kann ich das noch nicht sagen“, so Finster, der den Einsatz leitet. Gleichzeitig mit der Obersontheimer Wehr sind auch die Bühlertanner und Bühlerzeller Kollegen alarmiert worden. Auch die Haller Wehr ist vor Ort, weil eine Drehleiter gebraucht wird.

Wohnung hat nicht gebrannt

Gegen 14.30 Uhr dringt immer noch Qualm aus dem Dach. Der Balkon ist schwarz von verbranntem Holz, ebenso die Fassade. Löschwasser tropft an der Hauswand herunter. Die Fenster des hinter dem Balkon gelegenen Zimmers sind wegen der Hitze geplatzt. Der Raum selber ist stark verrußt. „Feuertechnisch ist die Wohnung aber nicht betroffen“, so Finster. Das bedeutet, dass es dort nicht gebrannt hat.

Von der Fassade hat das Feuer auf den Dachstuhl übergegriffen. Immer in Trupps zu zweit sind die Feuerwehrmänner, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, über das Treppenhaus hoch, um von innen zu löschen. „Insgesamt waren das sicher 20 bis 24 Mann“, informiert der Obersontheimer Einsatzleiter Finster.

Wer seinen Einsatz hinter sich hat, entledigt sich der warmen Schutzjacke und braucht erst einmal Wasser zum Trinken. Bei fast 30 Grad Außentemperatur und der zusätzlichen Hitze durch den Brand ist der Durst groß. Weitere Feuerwehrkameraden warten in voller Montur und mit aufgesetzter Atemschutzmaske auf ihren Einsatz. Von der Drehleiter aus haben zwei Feuerwehrleute den Dachfirst abgedeckt, um von oben zu löschen.

Polizei und Malteser vor Ort

Zwei Männer bringen einen weiteren Satz gefüllte Sauerstoff­flaschen. „Wir brauchen sicher noch eine bis eineinhalb Stunden, bis wir alle Glutnester gelöscht haben“, stellt Finster fest. „Jetzt geht es darum, in den Wänden hinter die Dämmung zu schauen, ob es da noch brennt oder glüht. Das muss selbstverständlich auch gelöscht werden“, ergänzt sein Stellvertreter Uwe Stegmaier. Rund 80 Feuerwehrkameraden sind insgesamt hier im Einsatz. Alle arbeiten ruhig und konzentriert. Auch die Polizei und die Männer und Frauen vom Malteser-Rettungsdienst sind mit zwei Fahrzeugen anwesend, aber zum Glück scheint niemand verletzt zu sein.

Als der Brand entdeckt wurde, hätten sich keine Personen im Haus aufgehalten, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung. Den Schaden schätzt sie auf etwa 125 000 Euro.

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