„Gegenüber der ersten Kostenfortschreibung mit Stand Mai 2015 zeichnet sich eine deutliche Kostensteigerung ab“, schreibt Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl. Er antwortet auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Jutta Niemann aus Hall. Das Verkehrsministerium in Stuttgart schreibt: „Eine verbindliche Zahl kann erst nach Fertigstellung der Kostenfortschreibung genannt werden, aber es ist nahezu von einer Verdopplung der voraussichtlichen Kosten auszugehen.“

Einst wurde der Preis für den Bau des Tunnels, der im Bereich des Hotels Hohenlohe in den Berg eintritt und an der Stuttgarter Straße wieder austritt, mit 36,3 Millionen Euro angegeben. Das bezahlt der Bund – und letztendlich der Steuerzahler.

„Anzumerken ist, dass sich künftige Baupreisentwicklungen nach den einzuhaltenden haushaltsrechtlichen Regularien in der dem Bund noch vorzulegenden Kostenfortschreibung nicht abbilden lassen, da die aktuellen Kosten zum Zeitpunkt der Aufstellung zu Grunde zu legen sind.“ Steigen die Baupreise, wie in den vergangenen Jahren, steigt auch der Preis für  den Weilertunnel noch weiter an.

Jutta Niemann fordert Stopp des Weilertunnel-Projekts

Als Gründe für die prognostizierte Kostensteigerung nennt der Ministerialdirektor die aufwändigen Sicherungsarbeiten in der Bauzeit. Der Tunnel unterquert die Bahnlinie. Das Gestein ist brüchig.

„Am Ende kann es sich um Kosten im dreistelligen Millionenbereich handeln“, stellt die Grünen-Politikerin fest. „Es darf nicht sein, dass so viele Steuergelder für ein derart fragwürdiges Projekt mit gerade einmal 400 Metern Tunnel ausgegeben werden, das sich nur am Autoverkehr orientiert. Hier muss die Stadt sich für eine bessere Lösung einsetzen“, verlangt Niemann.

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