Ausstellung Vielfältige Kunst für alle Behörden-Besucher

Die drei Neuen in der IG Kunst: Yvonne Maslon, Claudia Rieger und Carmelo Margarone vor „Das Staunen“.
Die drei Neuen in der IG Kunst: Yvonne Maslon, Claudia Rieger und Carmelo Margarone vor „Das Staunen“. © Foto: Rainer Richter
Schwäbisch Hall / Ursula Richter 27.06.2018
Künstlermitglieder der IG Kunst Gaildorf zeigen ihre Werke im Landratsamt in Schwäbisch Hall.

Bereits zum zehnten Mal gestalten die Künstlermitglieder der Gaildorfer Interessengemeinschaft Kunst (IG Kunst) eine Ausstellung im Haller Landratsamt. Zur Vernissage stellte der IG-Kunst-Vorsitzende Manfred Schwarz die zwölf Teilnehmer vor.

Vielfalt ist die Devise der Schau. Großformatiges wie die geheimnisvolle Delfindarstellung von Astrid Büntgen, feinziselierte Miniaturen in Tusche von Klaus Auerbach, mit Blattgold grundierte Collagrafien von Barbara Weise bestehen neben der Farbglaskunst von Hannelore Stotz. Alexander Ruff wendet modernste Methoden wie die Computergrafik an, Karin Mattheus arbeitet mit Öl auf Nessel naturalistische Blumenmotive aus. Zarte Aquarellmalerei von Brigitte Koch kontrastiert mit farbintensivem, stark konturiertem Acryl bei Petra Ruff und Ilona Börschig.

Drei Neue konnte Schwarz begrüßen. Yvonne Maslon zeigt die Bilderreihe „Schirme“. Das in satten Acrylfarben ausgeführte Motiv der drei Schirme tragenden, von hinten gezeigten Figuren wird mit eingearbeitetem Sand vertieft und strukturiert.

„Eine tolle Technik“, findet Claudia Rieger, die seit 2017 in der IG Kunst ist. Sie stellt aus Schafwolle und Seide Filzbilder her wie „Lost in Art“ (1,10 mal 1,38 Meter). „Mich faszinieren Künstler“, sagt sie, und so hat sie teilweise sehr bekannte Bildausschnitte von sieben Künstlern verarbeitet. Auch Carmelo Margarone spricht das unmittelbar an: „Ich habe gleich den ‚Schrei‘ gesehen.“ Er selbst hat schon in Bologna, Genf und Florenz ausgestellt. „Er hat’s richtig drauf“, findet Yvonne Maslon.

Margarone erzählt die Entstehungsgeschichte seines Acrylbildes „Das Staunen“, das den Künstler Salvador Dali darstellt. „Ich habe ein altes Schwarz-Weiß-Video über ihn gesehen. Er steht auf und reißt plötzlich seine Augen auf. Ich dachte: Boah, das ist mein Motiv. Diese Explosion. So, wie er immer war.“

Von dieser Dali-Darstellung ist auch Michael Knaus beeindruckt. Der erste Landesbeamte begrüßte das Publikum und betonte die Funktion dieser Ausstellungen im Landratsamt: „Wir haben hier viel Publikumsverkehr und darunter auch Menschen, die sonst weniger mit Kunst in Verbindung kommen. Deshalb könnte man die Ausstellung auch unter das Motto stellen: Kunst für alle.“

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