Für die Forst- und Landwirtschaft gilt Stabilo als erfolgreicher Nischenanbieter. Von Eisenwaren und Gewebeplanen über Sägen und Schutzkleidung bis zu Heimtierbedarf und Haushaltsgeräten bekommen die Kunden vieles in den Fachmärkten. Seine 40. Niederlassung hat Stabilo im November im nordrhein-westfälischen Lübbecke eröffnet, die 41. kam im Februar im sächsischen Mittweida dazu. Stabilo hat den dortigen Bau- und Hobbymarkt aus dem laufenden Betrieb heraus übernommen und führt ihn mit eigenem Sortiment fort.

Das Unternehmen plant weitere Neueröffnungen. Im April sollen die Türen in Wildeck-Obersuhl (Hessen) geöffnet werden. Dieser Standort, so schreibt Stabilo-Marketingleiter Markus Wedde, liege im ehemaligen Grenzgebiet zur DDR und damit in einer ländlich geprägten Region. „Damit spricht er unsere Hauptklientel an“, so Wedde.

Ursprung vor 43 Jahren

Im Ländlichen haben die Stabilo-Fachmärkte auch ihren Ursprung. Den ersten hat Günther Denner, bis heute geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe, 1975 im Kupferzeller Teilort Mangoldsall in seinem elterlichen Landwirtschaftsanwesen gegründet. Inzwischen führt Günther Denner seine Unternehmen zusammen mit seinem Neffen Ulrich Abendschein.

115 Millionen Euro Umsatz

Dass Denner, der als öffentlichkeitsscheu gilt, ein erfolgreiches Konzept entwickelt hat, ist offensichtlich. In den zurückliegenden Jahrzehnten gab es erhebliche Weiterentwicklungen und viele Neueröffnungen, doch noch nie musste ein Markt wieder schließen. Zu den Grundsätzen bei Stabilo gehört auch, dass das Unternehmen nie mietet, sondern stets kauft. Nach der Pleite der Baumarkt-Kette Praktiker 2013 übernahm Stabilo fünf der großen Märkte. Die großen seiner Filialen bezeichnet Stabilo als „Maxi-Märkte“. Sie haben eine Gartenabteilung und haben nicht selten eine Fläche um 4000 Quadratmeter.

Im zurückliegenden Jahr machte die Stabilo-Landtechnik GmbH, der die Fachmärkte teilweise als Tochterunternehmen zugeordnet sind, einen Umsatz von 115 Millionen Euro. Über den Gewinn verraten die Geschäftsführer nichts. Bemerkenswert hoch ist die Eigenkapitalquote. Sie lag 2016 bei rund 57 Prozent. Und 2017? „Sie hat sich nicht verschlechtert“, ist aus dem Unternehmen zu erfahren.

Online-Geschäft wächst

Das Online-Geschäft legt auch bei Stabilo von Jahr zu Jahr zu. Marketingleiter Wedde geht davon aus, dass 20 bis 30 Prozent des Geschäfts inzwischen im Internet gemacht werden – mit steigender Tendenz. In Bad Windsheim sitzt die Online-Zentrale von Stabilo.

In Steinheim nahe Heidenheim will Stabilo in diesem Jahr noch ein Logistikzentrum eröffnen. Vergrößert werden muss auch am Standort Übrigshausen, direkt an der B 19 zwischen Hall und Kupferzell. Neben den dortigen Lager- und Verwaltungsgebäuden wird ein neuer Komplex gebaut, um die Verwaltung zu zentralisieren und Engpässe im Hauptlager zu beseitigen. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt der Marketingleiter. Der Spatenstich ist ebenfalls noch für dieses Jahr vorgesehen.

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Menschen arbeiten für die Stabilo-Fachmärkte in ganz Deutschland.