Der Vergnügungspark in Steinbach ist längst abgesagt, aber nicht der vom 25. bis zum 27. Juli geplante Jakobimarkt insgesamt. Die Stadtverwaltung hat mittlerweile mit Einzelhändlern ein dezentrales Organisations- und Hygienekonzept für den Krämermarkt erarbeitet. Sie hat sich mit den Marktbeschickern darauf verständigt, dass der Markt nun an „vier Plätzen im Stadtgebiet“ verteilt einlädt, informiert OB Hermann-Josef Pelgrim am Dienstag beim Pressegespräch im Rathaus.

Der Schwerpunkt bleibt auf dem Haalplatz, dazu kommen als Standorte Unterwöhrd, Schwatzbühlgasse und Froschgraben. Die Stadt empfiehlt das Tragen von Masken – vor allem auf dem Haalplatz, weil „dort die größte Menschenmasse sein wird“. Und der verkaufsoffene Sonntag? „Wenn die Händler das nicht wollen, dann werden wir das auch nicht verfügen“, antwortet Pelgrim. Der OB nennt eine entsprechende Information aus dem Umfeld des Gewerbevereins Hall aktiv.

Schwäbisch Hall

„Nicht völlig abgeschrieben“

Auch das am 29. August geplante Sommernachtsfest und der am 20. September terminierte Freundschaftstag „sind noch nicht völlig abgeschrieben“. Die Stadtverwaltung arbeite noch an Konzepten. „Ich sehe den Freundschaftstag als wichtiges Zeichen des Zusammenlebens und werde ihn nicht absagen“, erklärt der OB. Hintergrund dabei ist auch, dass die baden-württembergische Landesregierung das Verbot von Großveranstaltungen von Ende August bis zum 31. Oktober verlängert hat. Pelgrim macht deutlich, dass er gehofft hatte, dass der 31. August das Enddatum für die Corona-­Einschränkungen ist. Andererseits mahnt der OB weiter zur Sorgfalt und bittet darum, die Regeln einzuhalten. Er verweist darauf, dass weltweit fünf Prozent der Infizierten sterben. Pelgrim nennt in diesem Zusammenhang die Lockerungen und den starken Anstieg an Neuinfektionen in den USA, bezeichnet das als fahrlässig und menschenunwürdig.

„Untersagt sind Tanzveranstaltungen mit Ausnahme von Tanz­aufführungen und Tanzunterricht und -proben“, zitiert Pelgrim aus aktuellem Anlass Paragraf 10, Absatz 5 der Corona-Landesverordnung. Hintergrund: Die Kantine 26 im Solpark warb für Tanzveranstaltungen, was auch unzulässig ist, so der Oberbürgermeister. Keine Beschränkungen mehr gibt es bei Trauerfeiern im Freien. Bei Hochzeitsgesellschaften in der Hospitalkirche dürfen nun 40 weitere Personen dabei sein.