Musizieren in der Brass-Band“ heißt ein neues Angebot am Evangelischen Schulzentrum Michelbach. Dafür soll auch dieses Werkstattkonzert in der Reihe „Michelbacher Schlossforum“ werben. Das Schulzentrum blickt dabei auf Highschools und Colleges in den USA, Großbritannien, der Schweiz und Skandinavien, wo Brass-Bands oft Teil des schulischen Angebots sind.

Doch bevor die Brass-Band Hohenlohe einen Ausschnitt ihres Konzertprogramms erklingen ließ, war der Nachwuchs zu hören: Unter der Leitung von Roland Herter-Flöß spielten die Brass-Kids des Schulzentrums mit viel Lust am Spiel „Oh When The Saints Go Marchin’ In“. Auf den Gospel ließen die Bilzköpfe klanglich ausgewogen Jim Parkers „Soldier, Soldier“ folgen.

Federnde Takte

Noch eine Steigerung im Zusammenspiel war dann die Brass-Band Hohenlohe, geleitet vom Crailsheimer Musikdirektor Franz Matysiak. Mit Schwung und wunderbar federnden Taktbetonungen eröffneten die Musiker ihr Konzert mit Philip Sparkes Konzertmarsch „Slipstream“.

„Einen kleinen Eindruck, von dem, was eine Brass-Band ausmacht“, wollten sie geben, betonte Matysiak. Er stellte die Instrumente vor – Tuben, Euphonien, Tenorhörner, Kornetts – und verwies auf Mitinitiator Klaus Martens, Blechblasinstrumentenbauer aus Schrozberg, der sich auch um die Instrumente am Michelbacher Schulzentrum kümmert. In Sachen Klang und Zusammenspiel zeigten die Musiker ihr Können mit „Lake of the Moon“ des belgischen Komponisten Kevin Houben – von Bassposaunist André Dienelt als „Schlachtstück“ angekündigt. Houben hatte wohl einen See in Südamerika im Sinn. Das Ensemble musizierte das an eine sinfonische Dichtung erinnernde Werk spannungsvoll und transparent. Auch das Genre Filmmusik kommt nicht zu kurz: Dafür wurde der harte Beat von Paul McCartneys „Live and Let Die“ gewählt. Neben dem schön entwickelten Drive begeisterte Johannes Stürmer mit seinen ­Solo-Passagen auf dem Soprankornett. Zur Entspannung folgte Jacob de Haans „Queen‘s Park Melody“. Mit dem „Adagio for Brass“ von Jan Van der Roost zeigten sich die Blechbläser von der gefühlvollen Seite. Philip Sparkes „Jubilee Overture“ ­brachte als Kontrast wieder ­majestätische Klänge, Esprit und virtuose Figurationen. Die ­Musiker beeindruckten mit schnellen Taktwechseln und plötzlichen Wendungen, ehe sie mit „Amazing Grace“ im Arrangement von William Hines in ein Klangbad tauchten. Die Brass-Band Hohenlohe erntete vom ­Publikum in Michelbach viel Beifall.

Info Die Brass-Band Hohenlohe ist am Wochenende zweimal live zu erleben: am Samstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr in der Lötholzhalle in Wiesenbach sowie am Sonntag, 10. Februar, um 17 Uhr in der Georg-Kropp-Halle in Wüstenrot.