Wolpertshausen Besucher strömen zum Hoffest der Familie Bühler

Wolpertshausen / Oliver Färber 28.08.2018
Das Hoffest der Familie Bühler lockt zum 31. Mal nach Wolpertshausen. Auch der Aktionstag des Regionalmarkts kommt gut an.

Wer schlemmen will, muss warten: Der Ansturm auf das Hoffest der Familie Bühler sorgt am Sonntag vor allem zur Mittagszeit für Schlangen an den Ständen, an denen Köstlichkeiten vom Weiderind oder Schwäbisch-Hällischen Landschwein gereicht werden. Das stört niemanden. Die Menschen sind gekommen, um – neben den Gaumenfreuden – die Zeit auf dem Sonnenhofareal in Wolpertshausen zu genießen. Und auch wenn die Besucher für Boeuf de Hohenlohe vom Spieß bis auf die Haller Straße stehen: Selbst beim Warten geschieht das, was die Gastgeber beabsichtigen. Die Menschen kommen ins Gespräch.

Das gilt insbesondere für den Hausherrn Rudolf Bühler. Er schüttelt viele Hände, freut sich über jeden Besucher. Sein Plan, dass sich in Wolpertshausen Gäste aus Stadt und Land treffen, geht erneut auf: „Deshalb haben wir vor 31 Jahren das Hoffest eingeführt.“ Er begrüßt Gäste aus ganz Deutschland. Auch aus Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München sind sie angereist. „Die Leute kommen her, weil sie verstehen, dass das heute kein Kommerz ist, sondern es ums gemeinsame Feiern geht“, sagt Bühler.

Auf die Frage, was in diesem Jahr besonders sei, antwortet er: „Das schöne Wetter.“ Das beschert den Gästen einen Erlebnistag. Das Schwäbisch-Hällische Landschwein ist allgegenwärtig. Nicht nur auf der Schlachtplatte, auch lebendig bei der Prämierung oder als Ferkel zum Streicheln für Kinder in der „Kleinen Schweineschule“.

Viele Besucher decken sich auf dem Bauernmarkt mit Spezialitäten aus der Region ein, Käse oder Obst, Backwaren, Säfte oder Hochprozentiges. Auch auf die Ohren gibt’s so manches aus dem Ländle, wie den Auftritt des Liederkranzes Sandhausen, den Bühler nach einer Hofbesichtigung eingeladen hat.

„Das ist hier einfach herrlich“, schwärmt Margit Ihle. „Und das gilt nicht nur für den Ochs am Spieß“, fügt sie schnell hinzu. Die schattenspendenden Bäume, die Musik, die Besucher als angenehme Gesprächspartner – alles das trägt für sie zum besonderen Flair des Hoffests bei.

Als Nächstes möchte sie zum Regionalmarkt. Das ist dank der besonderen Shuttles mit Kutsche oder Traktoranhänger möglich. Auch dort drängen sich die Besucher beim Aktionstag, sei es im Restaurant oder im Verkaufsraum, wo viele regionale Anbieter über ihre Produkte informieren.

„Ronaldo“ und „Promenade“ haben bei der Prämierung die Schnauze vorn

Ein Höhepunkt beim Hoffest auf dem Sonnenhof ist traditionell die Prämierung von Schwäbisch-Hällischen Zuchttieren im Vorführring. Am frühen Morgen haben die Züchter ihre Tiere in den mit Stroh eingestreuten Buchten untergebracht. Sachkundig und doch für Laien verständlich moderieren der staatlich bestellte Zuchtleiter für Baden-Württemberg, Albrecht Weber aus Stuttgart, und die Zuchtleiterin für die übrigen Bundesländer, Maite Mathes aus Hannover, die Schau. Ein Raunen geht durchs Publikum, als Birgit Eberhardt aus Hellmannshofen Zuchteber „Ronaldo“ hereinführt. Der Erstplatzierte und Gesamtsieger ist ein beeindruckender Vertreter seiner Rasse: „Ein robustes Tier mit gutem Fundament“, urteilt Albrecht Weber, der auch die „typischen Runzeln vom chinesischen Maskenschwein“ lobt. Die alte Landrasse ist um das Jahr 1820 durch das Einkreuzen asiatischer Importtiere in den sogenannten Hällischen Schlag entstanden. Auch beim weiblichen Geschlecht ist die Züchterfamilie Eberhardt erfolgreich: „Promenade“, eine zwei Jahre alte Zuchtsau, gewinnt dank ihres „hervorragenden Exterieurs“ ebenfalls einen ersten Preis. besh

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