Schwäbisch Hall Jugendliche suchen Mister X in Hall

Schwäbisch Hall / Luca Götz 14.03.2018
Bei Catch X von der katholischen und evangelischen Kirche in Hall beteiligen sich 16 Gruppen mit 75 jungen Detektiven. Die Team X-Follower holt sich am Ende den Sieg.

Wir müssen schneller laufen“, fordert Florian Bruder, Mitglied aus dem Team X-Follower. Es ist Mister X und seinem Team dicht auf den Versen. Die Jugendlichen wollen die Gesuchten erwischen, bevor sie wieder in Schwäbisch Hall untertauchen.

Das gelingt Bateatey Achale, Ian Schmetkamp, Luca Baumann und Florian Bruder am Zentralen Omnibusbahnhof in Hall, als plötzlich vier Personen mit schwarzen T-Shirts samt großen roten X darauf auftauchen. Das fällt dem Team aber erst auf, als andere Jugendliche dorthin rennen. Die X-Follower sprinten hinterher.

Das Stadtspiel in Schwäbisch Hall, organisiert   vom katholischen Jugendreferat und dem evangelischen Jugendwerk, basiert auf dem Brettspiel Scotland Yard. Der gejagte Mister X versucht beim Original möglichst unentdeckt zu bleiben und sich unvorhersehbar in London fortzubewegen – mit dem Taxi, dem Bus, der Bahn oder der Fähre.

Das gesamte Spiel über wird Mister X  von den anderen Mitspielern gejagt. Der Gesuchte verrät in regelmäßigen Abständen seine Position für einen Zug. Er muss versuchen, so lange nicht gefasst zu werden, bis den Detektiven die Fahrtickets ausgehen und sie sich nicht mehr bewegen können. Dann verlieren die Detektive. Wenn aber ein Spieler auf demselben Feld wie der gejagte Mister X landet, hat dieser Detektiv das Spiel gewonnen.

Anpassung an das Stadtspiel

Doch das Brettspiel, das den Stadtplan von London darstellt, lässt sich nur mit Änderungen auf das deutlich kleinere Schwäbisch Hall adaptieren. Um sich fortzubewegen, werden Fußwege und der Bus benutzt – im Bereich der Zone 10, was dem kompletten Stadtbereich Schwäbisch Hall entspricht. Die möglichen Fußwege sind klar definiert.

Sieger ist aber nicht der, der zuerst Mister X findet. Anders als beim Brettspiel geht es um die höchste Punktzahl. Dass die X-Follower am ZOB die Gesuchten erwischt haben, bringt ihnen zwei Punkte. Dann müssen sie aber entweder eine Aufgabe an einer der mehreren Stationen bewältigen oder zurück zum Kriminalamt am Schuppach, um den Fang zu melden. Erst danach dürfen sie weitersuchen.

Die Gruppe X-Follower ist viel zu Fuß unterwegs. Dadurch müssen die Jugendlichen nicht lange pendeln, um nach jedem Fang wieder zurück zum Kriminalamt zu kommen. Die Strategie geht auf. Kurze Zeit später erwischen die vier Haller die Gesuchten auf dem Marktplatz.

Ablauf des Spielvormittags

Weitere wertvolle Punkte warten bei den Aufgaben. So müssen die 16 Gruppen mit insgesamt 75 Teilnehmern herausfinden, welche biblische Person hinter Mister X steckt. Die Jugendlichen erhalten nach jedem Fang und jeder gelösten Aufgabe an den Außenstationen Karten mit Hinweisen.

Dieses Jahr geht es um Noah, welcher die Arche baute. Hinweise lauten zum Beispiel: „Mister X hatte nicht viele menschliche Freunde“ oder „Mister X konnte Holzwürmer nicht leiden“. X-Follower fangen das gesuchte Team 7-mal und sammeln auch bei den Aufgaben weitere Punkte. Am Ende kommen sie auf  18, was den Gesamtsieg bedeutet.

Mit Catch X wollen das katholische Jugendreferat und das evangelische Jugendwerk in Schwäbisch Hall den Teilnehmern vermitteln, dass sich Kirche nicht nur auf den Gottesdienst beschränkt. „Damit versuchen wir den Kindern die Kirche nahezubringen, auch im Alltag“, so Thorsten  Wassermann vom katholischen Jugendreferat.

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