Klimaschutz: Reutlingen will grüneren Verkehr

Hermann und Hotz entwickeln Konzepte.⇥
Wolfram ScheibleVerkehrsminister Winfried Hermann begrüßte Vertreter der 15 Modellkommunen des Kompetenznetzes Klima Mobil im Hospitalhof in Stuttgart. Reutlingen als eine der 15 Kommunen war dabei von seiner Ersten Bürgermeisterin Ulrike Hotz vertreten.
Die Modellkommunen wurden ausgewählt, weil sie Maßnahmen zum Klimaschutz beim Verkehr umsetzen wollen. Damit sollen sie landesweit Vorreiter sein und den CO2-Ausstoß im Verkehr deutlich senken. Gleichzeitig sollen sich Stadtbild und Lebensqualität verbessern.
Verkehrsminister Hermann unterstrich dabei die Klimaschutzziele des Landes im Verkehr bis 2030, mit denen das Projekt verknüpft ist: Der Öffentliche Nahverkehr soll verdoppelt werden, jedes dritte Auto klimaneutral angetrieben sein, das KfZ-Aufkommen in den Städten um ein Drittel sinken und jeder zweite Weg aktiv mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden.
Folgendes will das Kompetenznetzwerk angehen: die Bevorzugung umweltfreundlicher Verkehre, das Parkraummanagement und die Verkehrsberuhigung sowie Straßenraumgestaltung.
Die Stadtverwaltung hat sich mit der Maßnahme „Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung und des Anwohnerparkens“ als Modellkommune beworben. Ziele der Maßnahme sind Fahrten vom motorisierten Individualverkehr auf den Umweltverbund zu verlagern, Lärm und Abgase durch weniger Parksuchverkehr zu verringern und Wohngebiete von Fremdparkern zu entlasten. Es geht auch darum, den bisherigen Parkraum erlebbar zu machen, Carsharing-Stellplätze, Ladestationen für E-Fahrzeuge, Abstellflächen für Fahrräder und Aufenthaltsflächen zu schaffen. Das steht in engem Zusammenhang mit dem Ziel der Stadt, klimaneutral zu werden. Sie bildet neben der Task Force Radverkehr und der in Gründung befindlichen Task Force Klimaschutz einen neuen Schwerpunkt.