Das Landesgesundheitsamt gab am Mittwochmittag bei einer Pressekonferenz bekannt, dass eine Freundin des 25-Jährigen, bei dem in Göppingen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen wurde, aus Tübingen kommt. „Sie weist unspezifischere Symptome auf“, erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha.

UKT: Beide Stationär aufgenommen

Inzwischen bestätigte auch das Tübinger Universitätsklinikum (UKT), dass die 24-Jährige am Dienstagabend zusammen mit Ihrem ebenfalls in Tübingen wohnenden Vater in die Medizinische Klinik in Tübingen gekommen sei. Beiden gehe es gut, so das UKT, beide wurden aber stationär aufgenommen.

Testergebnis positiv - Verdachtsfälle bestätigt

Bei der Frau seien milde und unspezifische Symptome aufgetreten, sagte am Mittwochmittag Stefan Brockmann vom Landesgesundheitsamt. Beide wurden positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet.

Bei einer Pressekonferenz der Tübinger Universitätsklinikum am Mittwochnachmittag hieß es, dass der 60-jährige Patient Oberarzt am Uniklinikum sei. Aufgrund des Kontaktes mit Kollegen, seien weitere zwölf Ärzte sowie Mitarbeiter der Pathologie nach Hause geschickt und isoliert worden.

Ihm und seiner 24-Jährigen Tochter gehe es aber gut. „Sie sind in gutem Zustand und fühlen sich wohl“, sagte Nisar Malek, Ärztlicher Direktor an der Medizinischen Klinik, am Mittwoch. Der 60-Jährige habe „so gut wie keine Symptome“, seine infizierte Tochter verspüre lediglich leichte Halsschmerzen. Sämtliche Kontaktpersonen der beiden Patienten aus den vergangenen Tagen seien bekannt und informiert.

Die jeweiligen Kontaktpersonen der beiden seien identifiziert und informiert und werden auf Krankheitssymptome überwacht.

Klinikum: Gut vorbereitet auf die Situation

Das Klinikum mahnt trotz der Fälle zu einem besonnen Umgang mit der Situation. Man sei gut vorbereitet und könne entsprechend reagieren. Von allen Seiten seien Vorkehrungen getroffen worden, um eine Ausweitung des Virus einzudämmen.