Im Rahmen einer strategischen Neuaufstellung hat der Automobilzulieferer Reinz am Standort im Steinhäule den Bereich „Kunststoff und Ölabscheidung“ geschlossen. „Wir haben uns als Gruppe dazu entschieden, uns von dem Bereich Kunststoff abzutrennen“, erklärte Geschäftsführer Olivier Lassurguere auf Nachfrage. Reinz gehört seit 1993 zur weltweit tätigen US-amerikanischen Dana-Gruppe.

Betroffenen neue Stellen angeboten

Von der Schließung sind 14 Mitarbeiter aus der Entwicklung am Standort betroffen, großteils Ingenieure und Techniker. Das Unternehmen habe den Betroffenen insgesamt vier Stellen in anderen Abteilungen – etwa Elektromobilität oder Qualitätssicherung – angeboten. Für die Entscheidung bekamen die Mitarbeiter eine Woche Bedenkzeit. Drei Mitarbeiter nahmen das Angebot schließlich laut Lassurguere an. Die restlichen elf erhielten einen Aufhebungsvertrag.

Am Standort sollen künftig der Bereich Brennstoffzelle und Komponenten für Verbrennungsmotoren im Fokus stehen, sagte der Geschäftsführer. „Wir konzentrieren uns auf neue Geschäfte.“ Die Entscheidung, nicht weiter auf die Kunststoff-Linie aufzubauen, betreffe exklusiv Europa und nicht die gesamte Dana-Gruppe.

Am Standort Neu-Ulm arbeiten derzeit rund 1200 Beschäftigte. Im vergangenen Jahr investierte Dana 14,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Produktionslinien von Zylinderkopfdichtungen und Getriebeplatten.

Das könnte dich auch interessieren: