Die Neu-Ulmer CSU-Fraktion stellt sich in der Notarzt-Debatte auf die Seite der Ärzte. In einem langen Brief an Jan Terboven, Geschäftsführer des Rettungsdienst-Zweckverbandes Donau-Iller, fordert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Waltraud Oßwald, das bisherige Modell beizubehalten. Alles andere „gefährdet die Gesundheitsversorgung im hiesigen Bereich“.

Wie berichtet, soll zum 1. Juli in Neu-Ulm das Chauffeur-Modell umgesetzt werden, wie dies gesetzlich gefordert ist. Die wesentliche Änderung: Notärzte sollen nicht mehr selbst zum Einsatzort fahren, sondern mit einem Rettungsassistenten. Das  bedeutet auch, dass sie  nicht von ihrer Praxis aus selbst fahren können.

Die CSU fordert nun, das bestehende System beizubehalten. Aus Oßwalds Sicht lässt das Gesetz für funktionierende Systeme diesen Spielraum. Dagegen gebe es weder genug Fahrer noch genug Notärzte, die bereit sind, diese Dienste künftig zu übernehmen. Die Hoffnung darauf, dass Ärzte aus dem Umkreis sich für Einsätze in Neu-Ulm melden, sei „sehr gewagt“. Zudem würden diese dann vor Ort fehlen. Bei Bedarf grenzüberschreitend die Leitstelle Ulm darum zu bitten Einsätze zu fahren, „treibt das Ganze noch auf die Spitze.“

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