Neu-Ulm / Ute Gallbronner  Uhr
„Ein bisschen verarscht“ fühlt sich der Neu-Ulmer Abiturient Tobias, nachdem er davon gehört hat, dass nun auch die Hamburger den Bewertungsschlüssel für das Mathe-Abitur anpassen.

Aber das sei man ja inzwischen gewöhnt, dass Abitur nicht gleich Abitur ist. In neun Bundesländern hatten sich Schüler darüber beschwert, dass die Aufgaben zu schwer verständlich und zu zeitraubend in ihrer Bearbeitung gewesen seien. Darunter auch in Bayern. Mehr als 70.000 Unterschriften hatte eine Online-Petition bekommen, in der Nachbesserungen gefordert wurden. Kultusminister Michael Piazolo hatte allerdings Mitte Mai verkündet, die Prüfung sei „anspruchsvoll, aber insgesamt angemessen“ gewesen und vor allem dem Lehrplan entsprechend. Auch wenn das Ergebnis etwas schlechter ausgefallen ist als in den Jahren zuvor.

Die Noten im Mathe-Abitur werden in diesem Jahr in Bayern voraussichtlich etwas schlechter sein als zuvor. Das sei aber kein Grund zur Wiederholung, sagt der bayerische Kultusminister.

In Hamburg dagegen kommt man auf ein anderes Ergebnis. Die Aufgaben hätten die Abiturienten „überfordert“. Die Grundlage dafür liefert die Einschätzung des Instituts für Qualität im Bildungswesen (IQB). Der Bericht für Bayern steht noch aus. Hier will das IQB am Donnerstag informieren. Bis dahin laufen auch noch die mündlichen Nachprüfungen.

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