Neu-Ulm / Tobias Knaack  Uhr
Bei der Razzia in einer Flüchtlingsunterkunft in der Reuttier Straße in Neu-Ulm hat die Polizei einen Mann direkt festgenommen, viele werden heute dem Richter vorgeführt.

Die Polizei in Neu-Ulm wertet die groß angelegte Razzia gegen die Drogenkriminalität in der Flüchtlingsunterkunft in Neu-Ulm als Erfolg. In einem ersten Fazit präsentierte sie auch Ergebnisse des Einsatzes. In einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung heißt es:

„Die Durchsuchungsbeamten konnten verschiedene Betäubungsmittel, teilweise in nicht geringen Mengen, auffinden. Außerdem stießen die Beamten auf hohe Geldsummen im fünfstelligen Bereich, welche, wie die Betäubungsmittel, sichergestellt wurden. Ein Tatverdächtiger wurde aufgrund eines bereits bestehenden Untersuchungshaftbefehls in der Unterkunft festgenommen. Mehrere weitere Tatverdächtige werden aufgrund von Betäubungsmittelfunden im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt. Die Entscheidung hierüber steht noch aus. Bereits im Vorfeld wurde ein im Zusammenhang mit den Ermittlungen stehender Haftbefehl vollzogen.“

Am Freitag war die Polizei in Neu-Ulm im Einsatz. Ziel war die Flüchtlingsunterkunft in der Reuttier Straße. Die Durchsuchungen richteten sich gegen die Drogenszene.

Junge Männer mussten gefesselt werden

Zwei junge Männer leisteten den Beamten gegenüber Widerstand. Mehrere mussten gefesselt werden. Es wurde niemand verletzt. Vier Minderjährige aus dem Neu-Ulmer Bereich, welche sich in der Unterkunft aufhielten, mussten in Gewahrsam genommen und den Erziehungsberechtigten übergeben werden. Eine Staatsanwältin wurde von einem jungen Mann beleidigt.“

Mehrere Haushalte in Ulm haben unschöne Post erhalten: Die Postkarten zeigen die abgetrennten Köpfe zweier in Marokko ermordeter Studentinnen.

Polizei aus ganz Bayern im Einsatz

Beteiligt an dem Einsatz waren neben der Polizeiinspektion Neu-Ulm auch Kräfte der Bereitschaftspolizei aus Dachau, Eichstätt und Königsbrunn, der Operativen Ergänzungsdienste Neu-Ulm, benachbarter Dienststellen, der Kriminalpolizei Neu-Ulm und des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Vor Ort befanden sich zudem Vertreter der Staatsanwaltschaft Neu-Ulm, des Landratsamts Neu-Ulm sowie der Stadt Neu-Ulm.

Das sehnsüchtige Warten aller kleinen und großen Kinder ist vorbei: Der Schnee ist endlich da! Skilifte sind in Betrieb - Loipen gespurt.

Die Polizei Ulm ermittelt weiter im Fall der Ekel-Postkarten in Briefkästen Ulmer Haushalte. Bisher sind rund 30 Fälle gemeldet.