Traurige Nachricht aus Weißenhorn: Wie das Landratsamt und die Kreisspitalstiftung am Sonntagvormittag mitteilen, ist ein Patient in der Nacht auf Sonntag am neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 gestorben. Das Landratsamt berichtet, dass es sich bei dem 83-jährigen Patienten um einen Reiserückkehrer aus Italien handle.

Mann starb auf Intensivstation in Weißenhorn an Corona

Der Mann habe seit dieser Woche auf der Intensivstation der Stiftungsklinik Weißenhorn gelegen. Er habe mehrere Vorerkrankungen gehabt und habe deshalb und wegen seines hohen Alters zur Hochrisikogruppe gehört. Seine Ehefrau befindet sich in der Klinik in Quarantäne. Das Testergebnis auf das Corona-Virus bei ihr war negativ.
Aktuell werden in den Kliniken der Kreisspitalstiftung keine weiteren, mit Corona infizierten Patienten auf einer Intensivstation behandelt. Das Landratsamt weist darauf hin, dass in etwa 80 Prozent aller Corona-Fälle die Krankheit laut Robert Koch-Institut milde verlaufe. DAs führe dazu, dass die Betroffenen keine oder kaum Symptome haben. Aber besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen und können an der Krankheit versterben.

Jetzt drei Corona-Tote in Bayern

Mit dem Tod des Mannes in Weißenhorn sind in Bayern am Sonntag kurz nacheinander ein zweiter und ein dritter Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus offiziell bestätigt worden. Laut Gesundheitsministerium in München starb in einem AWO-Seniorenheim in Kempten eine 86-Jährige nachweislich nach der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Bereits am Donnerstag war ein etwa 80-Jähriger im Klinikum Würzburg der Krankheit erlegen. Bundesweit sind somit bisher zehn Menschen an der Krankheit gestorben.

Schulschließung in Bayern und Baden-Württemberg wegen Coronavirus

Am Freitag hatten nacheinander fast alle Bundesländer - darunter auch Bayern und Baden-Württemberg - erklärt, dass in der kommenden Woche die Schulen in den Ländern geschlossen werden; in Bayern ab Montag, in Baden-Württemberg ab Dienstag. Die Maßnahme soll zur Eindämmung bzw. zum Verlangsamen der Verbreitung des Coronavirus dienen.

Aufruf an die Bevölkerung: Sich vor Corona schützen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml rief am Sonntag die Bevölkerung erneut dazu auf, sich und andere vor Infektionen zu schützen. Huml betonte: „Alle Veranstaltungen, die nicht zwingend nötig sind, sollten abgesagt oder verschoben werden. Außerdem sollten alle private Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden. Ferner sollte auf Reisen jeglicher Art verzichtet werden. Die Deutsche Bahn wird wegen des Coronavirus den Regionalverkehr in Deutschland ab Dienstag oder Mittwoch auf einen Sonderfahrplan umstellen.

Besuchsrechte für Krankenhäuser eingeschränkt

In Bayern sind am Samstag neue Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft getreten. So gilt nun eine Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Ausnahmen sind möglich, etwa beim Besuch von Kindern, im Notfall oder in der Versorgung von Sterbenden.

Schulen von Montag an in Bayern zu

Wegen des Coronavirus schließt Bayern ab Montag alle Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten. Ministerin Huml bekräftigte: "Im Kampf gegen weitere Infektionen war dieser Schritt erforderlich. Die Folgen von so einschneidenden Maßnahmen müssen natürlich gut überlegt werden. Deshalb wird es eine Notfallbetreuung für bestimmte Personengruppen geben - etwa für die Kinder von Pflegekräften."