Im Gammertinger Bahnhof ist es am Dienstag zu einem Brand eines Triebwagens gekommen. Verletzte waren nicht zu beklagen, doch der Schaden dürfte beträchtlich ausgefallen sein. Die Freiwillige Feuerwehr Gammertingen war mit zwei Abteilungen und vier Fahrzeugen rund zwei Stunden lang im Einsatz.

Kurz vor 14 Uhr hatte der Triebwagenführer eines Zuges die Rauchentwicklung in dem Zug des SWEG AG-Verkehrsbetriebs Hohenzollerische Landesbahn (nicht wie zunächst berichtet ein Zug der Schwäbischen Alb-Bahn) bemerkt. Da der Zug an seiner Endstation auf der Bahnstrecke von Sigmaringen nach Gammertingen an seinem Endbahnhof angekommen war, waren glücklicherweise keine Fahrgäste mehr in dem Personenzug. Trotz sofortiger Löschversuche durch den Lokführer, bei der drei Feuerlöscher zum Einsatz kamen, ließ sich der Brand nicht in seiner Entstehung löschen. Daraufhin erfolgte die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Gammertingen, die mit einem Löschzug bestehend aus den Abteilungen Gammertingen und Bronnen zum Bahnhof ausrückte. Einsatzleiter war Gammertingens Abteilungskommandant Michael Kaag.

Drei Trupps unter Atemschutz im Einsatz

Vor Ort wurden drei Trupps unter Atemschutz mit C-Löschrohren eingesetzt, um den Brand des Motorblocks von beiden Seiten und aus dem Inneren des Zuges heraus ablöschen zu können. Für den Innenangriff musste der Zug allerdings erst vom Rauch befreit werden, der durch die Montageluke in das Innere gezogen war. „Ein Lüfter wurde an der Tür des Triebwagens eingesetzt, durch ein gekipptes Fenster wurde eine Abluftöffnung geschaffen“, erklärte Mathias Sauer von der Freiwilligen Feuerwehr Gammertingen das Vorgehen der Feuerwehrleute. Anschließend wurde die Lok mittels einer Wärmebildkamera auf Glutnester hin kontrolliert. Ein Vollbrand des Zuges konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr, die mit den ersten Kräften bereits neun Minuten nach der Alarmierung vor Ort war, verhindert werden. Glück im Unglück war, dass der Zug nicht auf offener Strecke in Brand geraten war, sodass einerseits die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen nah an den Zug heranfahren konnte und zugleich keine Passagiere betroffen waren.

Zug in nahegelegene Werkstatt geschleppt

Der Zug wurde anschließend in die zum Gammertinger Bahnhof gehörende Werkstatt abgeschleppt, sodass der Schienenverkehr auf der Strecke nicht beeinträchtigt war. Zur Absicherung der Einsatzkräfte und aufgrund der zunächst unklaren Lage waren der Rettungswagen des Rettungsdienstes aus Gammertingen, die Helfer vor Ort des Deutschen Roten Kreuzes aus Gammertingen sowie der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes vor Ort, ebenso wie die Polizei. Angaben zum entstandenen Sachschaden liegen bisher nicht vor, der Schaden durch den ins Innere des Waggons gezogenen Rauch dürfte aber beträchtlich ausgefallen sein.

Update

Wir haben berichtet, dass am Nachmittag des 3. März, kurz vor 14 Uhr ein Triebwagen der Schwäbischen Alb-Bahn im Bahnhof Gammertingen in Brand geraten sei. Dies hat in der Bevölkerung und bei den Fahrgästen zu großer Verunsicherung geführt.

Die Schwäbische Alb-Bahn legt in diesem Zusammenhang großen Wert auf die Feststellung, dass

1. keiner ihrer Züge von dem Brand betroffen war

2. es daher zu keinen Einschränkungen im Zugverkehr der SAB gekommen ist oder noch kommt

3. der im Artikel ursprünglich genannte Zug SAB 104 sich kurz vor 14 Uhr im Bereich des Bahnhofs Engstingen befand, sodass der Triebwagenführer gar keinen Brand im Bahnhof Gammertingen melden konnte

4. die Schwäbische Alb-Bahn keinerlei Fahrzeuge der Hohenzollerischen Landesbahn einsetzt, sondern den Verkehr komplett mit eigenen Fahrzeugen abwickelt, die auch unschwer am SAB-Design zu erkennen sind.

Wir bedauern diese zunächst Fehlerhafte Meldung.