Auf dem Rückweg von einem Einsatz bei einem Verkehrsunfall auf der Alb ist das 48 Tonnen schwere Kranfahrzeug der Feuerwehr Reutlingen verunglückt. Zwischen Oberstetten und Pfronstetten ist der Kran in einer langgezogenen Linkskurve auf den unbefestigten Seitenstreifen geraten und in der Folge eine Böschung hinunter gestürzt. Dabei ist das schwere Fahrzeug umgestürzt und kam letztlich auf der Seite zum Stillstand.

Zwei Feuerwehrleute leicht verletzt

Der 39-jährige Fahrer konnte sich noch selbst aus dem Einsatzfahrzeug befreien, sein 54-jähriger Beifahrer musste von seinen Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Hohenstein geborgen werden. Glücklicherweise haben sich beide Feuerwehrleute nicht schwer verletzt.

Feuerwehr verunglückt Feuerwehr-Kran verunglückt nach Einsatz

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 500 000 Euro. Auch ein Rettungshubschrauber war vor Ort, kam jedoch nicht zum Einsatz.

Knapp 50 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Bundesstraße 312 war während der Bergungsarbeiten bis weit in die Nacht hinein komplett gesperrt und soll nach Angaben der Feuerwehr Reutlingen auch noch bis in den Mittag hinein gesperrt bleiben. Durch die Straßenmeisterei Münsingen sei am Mittwochabend noch eine örtliche Umleitung eingerichtet worden, die nun noch bis zur endgültigen Bergung des Krans bestehen bleibe. Diese benötigt Spezialgerät und werde entsprechend noch bis mindestens Donnerstagmittag dauern.

Der Rettungsdienst war mit insgesamt sechs Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften, darunter ein Notarzt, die Feuerwehren mit insgesamt sieben Fahrzeugen und 47 Mann vor Ort.

Ein Verletzter aus Klinik entlassen

Wie die Feuerwehr Reutlingen berichtet, konnte einer der verletzten Berufsfeuerwehrleute die Klinik noch am gestrigen Abend verlassen. „Der zweite Kollege befindet sich noch bei weiteren Untersuchungen in der Klinik. Beiden Kollegen geht es den Umständen entsprechend gut“, berichtet die Feuerwehr auf ihrer Internetseite.

Die Bergungsarbeiten haben indes noch nicht begonnen. „Seit heute morgen laufen bereits Abstimmungen mit Versicherung, Behörden und Bergespezialisten, um die Bergung vorbereiten zu können. Die Bergung wird sicher erst gegen Mittag beginnen können“, teilt die Reutlinger Feuerwehr mit.

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Der Kranwagen der Reutlinger Feuerwehr ist knapp fünf Jahre alt und kommt bei Einsätzen im ganzen Regierungsbezirk Tübingen zum Einsatz, informiert Kreisbrandmeister Wolfram Auch. Nicht nur die Reutlinger, auch die Ulmer, die Stuttgarter und drei weitere Feuerwehren in Baden-Württemberg haben jeweils einen Kranwagen. Zu jedem 48 Tonner gehören im Einsatzfall in der Regel ein Wechselladefahrzeug mit Kranzubehör und ein weiteres Begleitfahrzeug.