Rund 80 Interessierte, unter ihnen zahlreiche Vertreter von Behörden und Institutionen, nahmen jetzt an einer Informationsveranstaltung zu den Biodiversitäts-Exploratorien teil. Auf dem Programm der Tagung im Landgestüt Marbach standen neben allgemeinen Informationen auch Fachvorträge zu einzelnen Forschungsprojekten. Vor 13 Jahren wurden drei großräumige Langzeituntersuchungsgebiete nördlich von Berlin, im Westen Thüringens und auf der Mittleren Alb eingerichtet. In jedem Gebiet gibt es 100 standardisierte Untersuchungsflächen, 50 im Wald und 50 auf Grünland. Rund 300 Mitarbeiter aus 40 wissenschaftlichen Einrichtungen betreiben dort in 71 Arbeitsgruppen Grundlagenforschung mit dem Ziel, Erkenntnisse über den Einfluss der Landnutzung auf die Biodiversität und etwaige Veränderungen der natürlichen Prozesse im Ökosystem zu gewinnen, erläuterte Professor Dr. Manfred Ayasse, der wissenschaftliche Leiter des Expoloratoriums Schwäbische Alb, den Zuhörern in seinem Einführungsvortrag. Gefördert werden einzelne Projekte jeweils für die Dauer von drei Jahren. Die aktuelle Projektphase endet im Februar kommenden Jahres. „Die Veränderungen in der Biodiversität werden in real genutzten Landschaften untersucht“, betonte Ayasse. Durch den Forschungsverbund haben alle Wissenschaftler Zugriff auf die erhobenen Daten, deren standardisierte Erfassung zudem Syntheseforschung ermögliche.

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