Münsingen / Ulrike Bührer-Zöfel  Uhr

Zelt aufbauen, Ideen sammeln, Thema auswählen, Drehbuch schreiben, filmen, schneiden, vertonen – volles Programm und straffer Zeitplan für die zwei jungen Frauen und sieben jungen Männer, die jetzt am Jugendfilmcamp #aLbgedreht auf dem Schachen teilgenommen haben. Unter Federführung von Michael Zoeller von ConzeptIdeen, in Zusammenarbeit mit der Biosphären-Geschäftsstelle und der VHS Bad Urach-Münsingen, sollte das weite Feld der Nachhaltigkeit in Szene gesetzt werden, die einzige Vorgabe.

Lustiger Erklärfilm

Auf die Themen haben sich die Jungfilmer schnell geeinigt: Öffentlicher Personennahverkehr (ÖVNP) auf dem Land und Klimawandel vor der Haustür. Aufgeteilt in zwei Gruppen machten sie sich an die konkrete Planung: „Wie soll der Film aussehen, was wollen wir mit ihm aussagen?“, fasste Lukas Lummer, einer der Teilnehmer, die aus Münsingen, Gomadingen, Böttingen, Mössingen, Schlierbach und Weinstadt kommen, zusammen. Herausgekommen sind „zwei lustige Erklärfilme mit ernstem Ende“ und den Titeln „Der Weg ist das Ziel“ und „Klimawandel vor der Haustür“ Die Clips sind zwischen fünf und sechs Minuten lang, denn nur wenn die Streifen unter zehn Minuten bleiben, so Zoeller, könne man sich damit auf Kurzfilmfestivals, beispielsweise beim NaturVisionen Filmfestival, bewerben.

Auf dem Schachen

Nachdem Handlungsverlauf ebenso klar war wie die Szenenaufteilung, ging es ans Umsetzen der einzelnen Bilder. Dafür suchten sich die Jugendlichen Drehorte in der Umgebung: Viel wurde auf dem Schachen selbst gefilmt. Aber auch in Buttenhausen, Münsingen und auf Wacholderheiden hieß es „Achtung Aufnahme“. Und weil sich die Teilnehmer für einen Realfilm entschieden haben, stand der eine oder andere nicht nur hinter der Kamera, sondern auch als Darsteller davor. Gedreht wurde mit Digitalkameras, was an Mikros, Beleuchtung oder zum Schneiden der Filme gebraucht wurde – das brachte Kamerafrau Stefanie Ehlers vom #Ländle-Blogazin auf den Schachen mit. Sie hat die Teams auch fachlich angeleitet und lobt: „Sie waren sehr aufgeweckt und ideenreich.“ Dass mal eine Szene begonnen wurde, man hinterher feststellte, dass Mikro oder Kamera nicht auf „on“ stande, das komme auch schon mal bei Profis vor, so Ehlers.

Nächstes Camp schon geplant

Premiere haben die Filme voraussichtlich am 25. November mit Vorstellung der Teilnehmer in der Alenberghalle – gewissermaßen als Vorprogramm für den Greenpeace-Film von Markus Maute. Außerdem sollen sie auf YouTube hochgeladen werden.

Übrigens: Schon jetzt ist klar, dass es auch im nächsten Jahr wieder ein geben wird, wieder als Camp. „Das hat sich bewährt“, so Zoeller. Man könne konzentriert am Stück arbeiten, das Thema sei immer präsent, auch abends am Lagerfeuer, und man sehe schnell einen Fortschritt. Komplizierte Terminabsprachen – wie sie fürs Filmprojekt 2018, das sich über Wochen hingezogen hatte, nötig gewesen waren – fielen weg.

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