Engstingen / Von Ralf Ott  Uhr

Vor nunmehr 100 Jahren wurde im Herbst 1919 in Stuttgart von Rudolf Steiner die erste Waldorfschule gegründet. 256 Kinder wurden damals von zwölf Lehrern in acht Klassen unterrichtet. Heute gibt es mehr als 1100 Waldorfschulen auf allen Kontinenten der Erde. Der runde Geburtstag wird in diesen Wochen vielerorts gefeiert – so auch in der Waldorfschule in Engstingen, die das Jubiläum in dieser Woche mit Vorträgen, Workshops, offenem Unterricht, einer Vorstellung von „Theatersport“ sowie einem Tanzabend unter dem Motto „20er Jahre“ feiert.

Zum Auftakt verband am Dienstagabend Holger Grebe, Buchautor und Lehrer für Geschichte sowie Deutsch an der Waldorfschule in Balingen, in einem Vortrag die Grundidee der Waldorfpädagogik mit dem aktuellen Zeitgeschehen.

In seiner Begrüßung nannte Christian Eichhorn, Lehrer für Musik und Geschichte an der Engstinger Waldorfschule, Grebe einen „Sucher nach dem Zeitgeist“. Nach den Grundsätzen der von Rudolf Steiner entwickelten anthroposophischen Lehre spielt die „Dreigliederung“ des Menschen in Geist, Seele und Leib eine entscheidende Rolle für die Sicht auf den Schüler. „Es geht in der Waldorfpädagogik nicht nur um intellektuelle Fähigkeiten, sondern auch um die seelische Konfiguration“. Steiner benannte „denken, fühlen und wollen“ als drei Fähigkeiten der Seele.

Mehr lesen Sie in unseren ABO-Ausgaben.