Auingen / Sabine Herder  Uhr

Rund 22 Jahre hat der in Tübingen geborene und international bekannte Künstler Fritz Genkinger in Böttingen gelebt. „Ein herausragender Maler, der anderswo bekannter war als auf der Alb“, stellte Kunstsammler Martin Rath fest, der im Albmaler Museum neben dem dauerhaft gezeigten Bildern immer wieder in Sonderausstellungen mit Werken von Künstlern mit Bezug zur Schwäbischen Alb zeigt. In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Fritz Genkinger e.V. und Genkingers Witwe Ilse Kopp konnte er jetzt die erste große Ausstellung nach dem Tod des Künstlers präsentieren.

Im Erdgeschoss des Albmaler Museums im Albgut-Gebäude OF 7 zeigt die am Mittwochabend mit einer Vernissage eröffnete Ausstellung vor allem grafische Werke von Fritz Genkinger: Lithografien, Serigrafien und Offsetdrucke aus den Schaffensjahren 1965 bis 1986, aber auch einige Aquarelle späterer Jahre, inspiriert durch den Böttinger Marmor. Eine kleine, aber feine Anhängerschaft war Raths Einladung zur Vernissage am Mittwochabend im Albmaler Museum  gefolgt und ließ sich von den im Erdgeschoss ausgestellten Werken des Künstlers beeindrucken.

Genkinger, so sagt man, hat den Sport zur Kunst gebracht. Zugleich hat er aber auch die Kunst zum Sport gebracht. Mit seinen Motiven aus der Sportwelt (Fußball, Kunstturnen und Leichtathletik) galt er lange Zeit als der Sportmaler schlechthin – ein Missverständnis, wie Manfred Knappe, Vorsitzender des Fritz Genkinger Freundeskreises, in seiner Ausstellungseinführung betonte. Die Kompositionen Genkingers, in denen sich Formen und Farben auf der Bildfläche tummeln, seien vielmehr als Gleichnisse für das menschliche Leben und die vielen „Spielfelder“ des Daseins zu verstehen: Kindheit, Jugend, Familie, Firma, Triumph und Niederlage, Gewinn und Verlust.

Info Die Sonderausstellung mit Werken von Fritz Genkinger ist bis 7. April 2019 zu sehen. Das Albmaler Museum im Albgut Münsingen (Altes Lager) ist im Winter Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet, im Januar und Februar nur sonntags.

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