Streicheln erlaubt, auch wenn dies auf den ersten Blick unvorstellbar erscheint: Sachte fährt der Münsinger Imkermeister Werner Gekeler seinen Bienen mit den Fingern über den Rücken und ermutigt den Berichterstatter, es ihm gleich zu tun. Diese tummeln sich – ruhig gestellt mittels einer Prise Lavendelrauch, der ihnen Gefahr signalisiert – auf einer Wabe, die aus einem der Stöcke stammt, die Gekeler im Albgut aufgestellt hat. „Die Idee kam von Albgut-Chef Franz Tress“, berichtet Gekeler im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Umsetzung war für ihn kein Problem. Gekeler, früher Imkerberater im Regierungsbezirk Tübingen, kümmert sich auch im Ruhestand leidenschaftlich um Bienen und die Erzeugung von Honig. An mehreren Standorten rund um Münsingen pflegt und umsorgt er seine Bienenvölker.

Nun ist der Standort im Alten Lager hinzugekommen. Die Bedingungen sind sehr gut – der Pflanzenbestand unter anderem mit artenreichen Wiesen auf den Freiflächen zwischen den alten Truppengebäuden bietet ein ausreichendes Nahrungsangebot. So konnten die Völker im Albgut die Frühtracht sammeln und den ersten echten Albgut-Honig abliefern. Gemeinsam mit seiner Frau Hilde hat Gekeler diesen abgefüllt und ein Etikett entworfen. Die Gläser werden jetzt im Biosphärenzentrum zum Verkauf angeboten.

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