Der Rückgang der Insekten in den vergangenen knapp drei Jahrzehnten lag bei 75 Prozent bezogen auf ihre Biomasse. Die Daten basieren auf Untersuchungen des Entomologischen Vereins Krefeld und fanden Eingang in eine Untersuchung von Caspar A. Hallmann, die in der „Public Library of Science“ veröffentlicht wurde. Im System der Ökodienstleistungen erfüllen die Insekten eine ganze Reihe von Aufgaben, die, wie dort nachzulesen ist, allein in den USA einer Wirtschaftsleistung von 57 Billionen Dollar entsprechen.

Zu den Aufgaben zählt natürlich auch die Bestäubung. Doch inwiefern wirkt sich der Rückgang der Insekten bereits darauf aus und gibt es dabei Unterschiede zwischen der Art der Landnutzung? Dieser Frage widmete sich eine Untersuchung von Daniel Prati vom Institut der Pflanzenwissenschaften der Universität Bern in den drei Biodiversitäts-Exploratorien in Deutschland. In diesen Langzeituntersuchungsgebieten stehen bestimmte, einheitlich große und in unterschiedlichem Maße genutzte Flächen für Experimente zur Verfügung.

Eine der Fragen dabei lautet, ob auf Trockenrasen noch mehr Bestäuber unterwegs sind als zum Beispiel auf Fettwiesen und damit die Feststellung, ob es Unterschiede zwischen unterschiedlich intensiv genutzten Flächen gibt. Letztlich sind die Wissenschaftler in den jetzigen Wintermonaten damit beschäftigt, die Anzahl der Samen pro Blüte zu zählen und in einem zweiten Schritt auch noch deren Keimfähigkeit und damit die Qualität zu prüfen, erläuterte der wissenschaftliche Assistent Lucien Hinderling.

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Biodiversität: Bestäuberlimitierung

In drei großen Langzeituntersuchungsgebieten (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, Nationalpark Hainich und Biosphärengebiet Schwäbische Alb), den Biodiversitäts-Exploratorien, wird unter standardisierten Bedingungen der Einfluss der Landnutzungsintensität auf die Artenvielfalt untersucht. Wir berichten heute über eine Untersuchung von Daniel Prati über die „Bestäuberlimitierung in unterschiedlich intensiv genutztem Grünland“. rot