Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) will den Vogelbestand erfassen und ruft mit der bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ wieder Privatleute auf, eine Stunde lang Vögel zu zählen. Die Metzinger Nabu-Gruppe bittet alle Naturfreunde, sich an der Aktion zwischen Freitag und Sonntag, 10. und 12. Januar, zu beteiligen. Das sei ganz leicht: „Man zählt eine Stunde lang die Vögel an der Futterstelle, im Garten oder Park, und meldet das Ergebnis.“

Richtig zählen

Um Mehrfachzählungen ein- und desselben Vogels zu vermeiden, soll lediglich die höchste Anzahl einer Art verzeichnet werden, „die sich gleichzeitig im Verlauf der Zählstunde zeigen“. Wer zum Beispiel zwei Kohlmeisen gleichzeitig gesehen hat, kurz vor Zählende aber derer vier, gibt die Zahl vier an. Keinesfalls solle man Vögel melden, die man sonst täglich sehe, aber im Verlauf der Zählstunde nicht. „Auch wenn die Versuchung groß ist – das würde das Ergebnis verfälschen.“

Jeder kann mitmachen

Die Ergebnisse dieser „größten wissenschaftlichen Mitmachaktion“ liefern wertvolle Rückschlüsse auf die Entwicklung heimischer Arten. Die vergangenen Zählungen zeigten etwa, dass durch gezielten Artenschutz manche selten gewordenen Arten wieder häufiger vorkommen, gleichzeitig aber Bestände vermeintlicher „Allerweltsvögel“ – im hiesigen Siedlungsraum etwa Meisen, Finken, Rotkehlchen, Amseln und Sperlinge – zum Teil dramatisch einbrechen.

Das Ergebnis ihrer Zählung können Teilnehmer auf drei Wegen übermitteln: online unter www.stundederwintervoegel.de eintragen; am 11. und 12. Januar zwischen 10 und 18 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-1157-115 durchgeben; ab 7. Januar in Poststellen und Rathäusern der Ermstalgemeinden (in Metzingen zudem im Naturkostladen „Löwenzahn“) Mitmachfaltblätter holen und mit den Zählergebnissen ausgefüllt per Post an den Nabu senden.

Unter allen Zählern werden Preise verlost, vom Fernglas über Bücher bis zu Futtersäulen.