Zainingen Markt mit eigenem Deko-Team

Die verschiedenen Inseln mit weihnachtlicher Dekoration wie dieser überdimensionale Adventskranz ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.
Die verschiedenen Inseln mit weihnachtlicher Dekoration wie dieser überdimensionale Adventskranz ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. © Foto: Michael Koch
Zainingen / Michael Koch 03.12.2018

Er ist sozusagen ein Weihnachtsmarkt-Konzentrat. Und genau das macht den Markt an der Zaininger Hüle so besonders. Konzentrat deswegen, weil er zum einen nur am Samstag von 15 bis 21 Uhr geöffnet hat. Dies ist von den veranstaltenden Vereinen bewusst so gewählt, weil eine Zwei-Tages-Veranstaltung an die Organisation und Helfer nochmals ganz andere Anforderungen stellen würde. „Wir hätten an zwei Tagen insgesamt nicht mehr Besucher als jetzt an dem einen“, ist sich Ortsvorsteher Markus Class sicher. Außerdem werde man so in der Nacht noch mit den Aufräumarbeiten fertig. „Um Mitternacht sehen Sie nicht mehr, dass hier ein Weihnachtsmarkt  stattgefunden hat“, so Class. Die Helfer haben somit zur Erholung noch einen freien Sonntag. Und auch die Aussteller schätzen den überschaubaren Zeitrahmen, denn so können sie eventuell am Sonntag sogar noch einen zweiten Markt beschicken.

Berühmt für seine Deko

Auch räumlich ist der Markt konzentriert. Anders als der Hüle-Hock ist das Marktgelände nicht weitläufig um die gesamte Hüle angelegt, sondern eng beieinander zwischen Hüle, Rathaus und Feuerwehr. Um die Hüle als Zaininger Wahrzeichen trotzdem in das Erscheinungsbild des Marktes einzubeziehen, wird an dessen Ufer extra keine Hütte aufgestellt. So ist die Hüle für die Besucher stets in Sichtweite.

Berühmt ist der Zaininger Markt wegen seiner liebevollen Dekoration. Dafür bilden die Vereine extra eine gemeinsame Deko-Gruppe, die sich dann entsprechende Gedanken macht und in jedem Jahr ein Thema umsetzt. Um das Deko-Material wie Kerzen, Gläser und viele anderen Accessoires zu finanzieren, gibt es seit zwei Jahren einen Adventskalender, für den man an jedem Stand individuelle Lose kaufen kann. Die Preise für die Adventstürchen sind von den Ausstellern gestiftet, der Erlös fließt in die Dekoration für das nächste Jahr zurück. So ergänzen sich Organisatoren und Aussteller prächtig.

Mit der offiziellen Eröffnung um 15 Uhr begann der Besucherstrom nach Zainingen. „Es wird dann mit der Zeit immer voller“, freut sich Wolfgang Röcker, einer der Mit-Organisatoren. Viele auswärtige Kennzeichen waren auf den Zufahrtsstraßen zu sehen, selbst in der Landeshauptstadt scheint sich der Weihnachtsmarkt in der Römersteiner Teilgemeinde inzwischen eine gewisse Berühmtheit erarbeitet zu haben. Zahlreiche Gäste kommen auch aus dem Ermstal die Alb hinauf, um sich selbst ein Bild zu machen, ob der gute Ruf denn berechtigt sei. „Wunderschön“, fasst eine ältere Dame die Eindrücke ihres ersten Zaininger Weihnachtsmarktbesuches in einem Wort zusammen. Da auch sowohl das kulinarische Angebot als auch das Sortiment an den Ständen mit vielen Holzbastelarbeiten den Geschmack der Besucher trifft, werden die meisten sicherlich nicht zum letzten Mal dem Weihnachtsmarkt an der Hüle einen Besuch abgestattet haben.

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