Der Vorstandsvorsitzende der Dettinger Elring Klinger AG, Dr. Stefan Wolf, hat am Montag die Eckpunkte der Entwicklungen des Autozulieferers aus dem Ermstal vorgestellt. Der Konzern mit mehr als 10 000 Mitarbeitern an 45 Standorten weltweit steht gut da. „Die Marktgegebenheiten waren 2019 insgesamt nicht einfach,“, betonte Wolf, „aber durch unsere innovativen Produkte konnten wir weiter wachsen.“  Gerade durch den deutlich gestiegenen Cashflow konnte man  die Nettofinanzverschuldung deutlich zurückführen und „den Konzern für die Zukunft stärken“, so Wolf. Ein Programm zur Effizienzsteigerung wurde erfolgreich umgesetzt.

Kurzarbeit beantragt

Doch zur aktuellen Lage in Dettingen: Ende dieser Woche geht die Firma in Kurzarbeit mit einer durchschnittlichen Quote von 50 Prozent. Zunächst wurden die Stundenkonten abgebaut, zudem wurden frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um Infektionen zu vermeiden, etwa indem Abteilungen isoliert oder die Kantine geschlossen wurden. Allerdings müsse man die Kurzarbeit sehr differenziert sehen, so laufen manche Bereiche, wie die Ersatzteile, noch auf Hochtouren, andere hingegen ruhen fast. Mit der Kurzarbeit könne der Konzern lange Zeit überbrücken, ist Wolf zuversichtlich, „ein Stellenabbau in der Stammbelegschaft ist nicht geplant“. Allerdings lasse man Befristungen nun auslaufen. Dies betrifft etwa 200 Mitarbeiter des Konzerns.