Sogar das Wetter passte sich dem Motto des Sommerkonzerts des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums „made in England“ an, sodass es kein Freiluftkonzert, sondern ein englischer Abend in der Neuen Aula wurde. Der guten Stimmung und Leistung tat das allerdings keinen Abbruch, denn Wetterkapriolen bei diesem Thema, war eigentlich fast zu erwarten. Da war der Ausgangspunkt, ob draußen oder drinnen für den gelungenen musikalischen Ausflug über den Ärmelkanal eher unwichtig, denn die Musik „made in England“, präsentiert von oder besser „performed by“ Schülern und Lehrern des DGB, eigentlich unwichtig für den Höhenflug nach Noten.

Die Gymnasiasten und ihr Lehrerteam machten erneut das musikalische Profil der Bildungseinrichtung hörbar. Dem großen Beifall nach, der weit mehr war als höfliche Anerkennung der Leistungen, kann man wieder von einem großen Erfolg sprechen, denn die Zuhörer waren begeistert.

„Genau unsere Musik von damals, herrlich“, oder „die Kinder und Jugendlichen waren ja zu Zeiten der Beatles noch gar nicht auf der Welt, aber Klasse gemacht“, waren nur einige von vielen Kommentaren bereits in der Pause und nach dem Konzert sowieso. Es war nicht nur die Musik selbst, die so gut ankam, sondern auch die Informationen von Amira Errouihi und Melissa Mindej dazu. Die beiden Gymnasiastinnen führten gut vorbereitet und informativ durch das fast dreistündige Programm. Das war zugleich anspruchsvoll und unterhaltsam mit Songs der Stones und Beatles bis hin zu Adele und George Ezra. Wer sich an „Bohemian Rhapsody“ von „Queen“ als Zugabe wagt, muss ohnehin musikalisch gut drauf sein.

Das Motto „made in England“ hatten die achten Klassen grafisch im Bühnenbild umgesetzt mit rotem Doppeldeckerbus und „Union Jack“, der landläufigen Bezeichnung für die Nationalflagge von Großbritannien und Irland, eigentlich „Union Flag“.

Inhaltlich gestalteten es die Schüler aller Klassenstufen, vom Unterstufenchor bis zum Jugendsinfonieorchester mit hörbarer Begeisterung sowohl für Lieder, die ihre Großeltern und Eltern in ihrer eigenen Jugendzeit favorisiert haben, als auch für ihre aktuellen Hits.

„Bitte begrüßen Sie mit tosendem Gekreische die Jungs des Unterstufenchors mit Benjamin Jansch und Julius Mühleck alias Gary Barlow und Robbie Williams am Solomikrofon.“ Frisch aus England eingeflogen sind hier „Take That“ mit „back for good“, kündigten die beiden Moderatorinnen einen der vielen Höhepunkte im Programm an. Bei diesem Song kam auch die Streicherklasse zum wirkungsvollen Einsatz, und auch die Jazz-Combo, die den ganzen Abend musikalisch begleitete.

Das Publikum bekam einen Eindruck von den unterschiedlichen musikalischen Gruppen, von Anfängern wie die neueste Musik-AG, das neue Unterstufenorchester unter der Leitung von Paul Stark, bis hin zu den Fortgeschrittenen im Jugendsinfonieorchester, einer Kooperation mit der Musikschule Metzingen, das an diesem Abend ebenfalls Paula Stark leitete.

Für viele Gymnasiasten in Chören und an den Instrumenten war es der letzte Auftritt im DBG, denn für sie beginnt nach den mündlichen Abiturprüfungen Anfang Juli ein neuer Lebensabschnitt. Umso anerkennenswerter, dass sie sich neben den Prüfungsvorbereitungen auch noch auf das Sommerkonzert konzentriert und damit auch die unteren Klassen motiviert haben, es ihnen gleich zu tun in den nächsten Jahren.

„Ein großartiger Abend“, so das große Lob von Schulleiter Matthias Pröhl, der als Belohnung dafür den Schulbeginn am Freitag zwei Stunden später als üblich ansetzte.

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Stunden dauerte das Programm des diesjährigen Sommerkonzerts des Metzinger Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, das wegen des Wetters in der neuen Aula gegeben wurde.