Metzingen / swp  Uhr

Andreas Glück, der FDP-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Hechingen/Münsingen, schafft mit hoher Wahrscheinlichkeit den Sprung von Stuttgart nach Brüssel. Beim Nominierungsparteitag seiner Partei am Wochenende wurde er auf Platz 3 der FDP-Bundesliste gewählt. Sein Nachfolger im Landtag wird der Metzinger Rudi Fischer, der Vorsitzende des Metzinger FDP-Ortsverbandes. Bei Fischer wisse er sein Mandat in guten Händen, sagte Glück auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. „Sonst hätte ich mich auch nicht für die Europawahl beworben.“

Schon als er 2011 erstmals in den baden-württembergischen Landtag einzog und damit seine Politikerlaufbahn begann, habe er von Brüssel geträumt, sagt Andreas Glück. „Damals war das für mich aber noch unvorstellbar“. Jetzt, acht Jahre später, wird der Traum des Münsinger Chirurgen wahr. Angesichts von 96 Sitzen, die Deutschland im Europaparlament zustehen, geht die grobe Rechnung so: Jedes Prozent Wählerstimmen ist etwa für ein Mandat gut. Wenn die Liberalen beim Urnengang am 26. Mai also rund drei Prozent bekommen, ist Andreas Glück im EU-Parlament. Ein Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde braucht er nicht zu befürchten. Gefragt, warum er sich überhaupt für den Sprung nach Brüssel und Straßburg entschieden habe, bringt Glück seine beiden Kinder ins Spiel: Sie sollen auch künftig „in Wohlstand, Freiheit und Frieden leben können“. Und dafür sei die Europäischen Union nach wie vor „der größte Garant“. Im Übrigen hält es der FDP-Politiker für unabdingbar, die EU einerseits zu verteidigen, andererseits zu verbessern. Und dabei will er mitwirken.