Der 1. FC Heidenheim steht vor dem größten Transfer-Coup der Vereinsgeschichte. Torjäger Robert Glatzel vom FCH soll laut Medienberichten für sechs Millionen Euro zum Premier-League-Absteiger Cardiff City wechseln. Der Angreifer, der 2017 vom 1. FC Kaiserslautern zu den Heidenheimern kam, befindet sich bereits zum obligatorischen Medizincheck bei den Walisern. Das bestätigte FCH-Pressesprecher Markus Gamm auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. Der Transfer könnte noch am Dienstag fix gemacht werden.

Heidenheim bestätigt Anfrage zu Glatzel

Zwar betonte FCH-Boss Holger Sanwald zuletzt, er hoffe, „dass kein Spieler mehr geht“. Allerdings schränkte der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Heidenheim bereits ein, dass es bezüglich Glatzel eine Anfrage aus dem Ausland gäbe, „die sich in finanziellen Dimensionen befindet, bei denen sich der Verein und der Spieler Gedanken machen müssen“.

Transfer-Rekord für 1. FC Heidenheim

Da Robert Glatzel einen Vertrag bis zum Sommer 2020 ohne Ausstiegsklausel besitzt, müsste Cardiff eine entsprechende Summe berappen, um den 25-Jährigen von der Ostalb loszueisen. Die kolportierte Transfersumme von rund sechs Millionen Euro wäre mit Abstand der teuerste Verkauf der Heidenheimer. Die bislang höchste Summe, die für einen Heidenheimer Spieler bezahlt wurde, lag bei rund 2,5 Millionen Euro für Nikola Dovedan (zum 1. FC Nürnberg).

Mit dem Abgang von Glatzel würden die Transfereinnahmen der Heidenheimer in diesem Jahr auf insgesamt elf Millionen Euro steigen – bei Ausgaben von nur einer Million.

Glatzel bislang erfolgreichster Torjäger des FCH

Robert Glatzel würde als Top-Torjäger der vergangenen Saison (13 Treffer in der 2. Bundesliga, 4 im DFB-Pokal) einer Heidenheimer „Tradition“ folgen: In den vergangenen Jahren verließen die erfolgreichsten Stürmer stets den Verein in der Sommerpause.

Natürlich würde der Rekord-Transfer des zuletzt Rot gesperrten Glatzel einen sportlichen Einschnitt bedeuten. Allerdings hatte Sanwald schon durch die Verpflichtung von Robert Leipertz in der Winterpause der vergangenen Saison für einen weiteren starken Stürmer gesorgt. Leipertz war beim 3:1-Erfolg gegen Osnabrück an beiden Siegtreffern beteiligt.

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