Hechingen / Diana Maute  Uhr
Kunst, so schillernd wie ein Regenbogen: In der Villa Eugenia präsentierten 20 Künstler ihre Exponate.

Eine alte irische Legende besagt, dass am Ende eines Regenbogens ein Schatz verborgen ist. In der Villa Eugenia, in der heuer bereits zum dritten Mal die Veranstaltung „Regenbogen der Kunst“ stattfand, gab es am Samstag und Sonntag tatsächlich allerlei Kostbarkeiten zu entdecken. Und zwar solche künstlerischer Art, die auf Leinwand gebannt, aus Stein geformt oder aus Silber geschmiedet sind, und aus denen Kreativität und Schöpfergeist sprechen.

Bereits zum dritten Mal hatte Petra Wenski-Hänisch, Diplom-Designerin, freischaffende Künstlerin, Dozentin und Konzeptkünstlerin aus Böblingen, die die Villa als reizvolle Kulisse für ihre Veranstaltung schätzt, die Gemeinschaftsausstellung in Hechingen organisiert. Damit bot sie nicht nur den ausstellenden Künstlern eine wunderbare Gelegenheit, ihre Arbeiten in äußerst stilvollem Ambiente zu präsentieren, sondern ermöglichte auch den zahlreichen Besuchern, in den Genuss facettenreicher Kunst zu kommen, und in der Schönheit und Ausdruckskraft der gezeigten Objekte zu schwelgen.

Wie bei den beiden ersten Auflagen der Veranstaltung verwandelte sich die ehemalige Fürstenresidenz auch diesmal in einen Mekka der schönen Künste. Rund 20 Kunstschaffende gaben sich ein Stelldichein, gewährten Einblick in ihre Arbeiten und luden teilweise auch zu Malerei- und Silberschmuckworkshops ein, in denen sie ihr Wissen an die Teilnehmer weitergaben. Gleichzeitig wehten immer wieder musikalische Klänge durch die Räume der Villa.

Bei der Vernissage am Samstag griffen die Brüder Kevin (Geige) und Florian Clarius (Gitarre) zu ihren Instrumenten und erfreuten ihr Publikum mit beschwingten Liedern wie „Lemon Tree“ (Fools Garden) oder einer ganz besonderen Version von Metallicas „The Unforgiven.“ Nicht fehlen durfte natürlich das passend zum Motto der Veranstaltung ausgewählte „Somewhere over the Rainbow.“ Gemeinsam mit einem weiteren Musiker gestalteten die Brüder auch die Matinee am Sonntag. Eine Lesung mit Schriftsteller Andreas Heßelmann, der sich in seinem Werk mit den „Schattenthemen in unserer Gesellschaft“ auseinandersetzt, rundete das Rahmenprogramm ab.

„Vielfalt und Gestaltungsfreude“ charakterisiert den „Regenbogen der Kunst“ in der Villa, konstatierte Karin Müller, die im Rahmen der Vernissage in die Veranstaltung einführte. Dabei machte sie das Publikum auch mit der Organisatorin Petra Wenski-Hänisch bekannt, die ihre Kunst als Berufung lebe. „So umfangreich ihre Beteiligung an Ausstellungen ist, so vielfältig ist sie auch bei der Herstellung ihrer Kunstobjekte.“ Neben Schmuck spiele in ihrem Werk vor allem die Kombination aus Stein und filigranen Skulpturen sowie die Malerei eine Rolle. Für sie sei Kunst Schöpfung. „Regenbogenfarben und die Liebe zum Detail, aber auch die Nähe zur Natur zeichnen ihre Objekte aus“, so die Expertin.

Auch alle anderen Ausstellenden wurden von Karin Müller näher vorgestellt, indem sie deren Schaffensschwerpunkte hervorhob und auf die individuellen Aspekte einging, die die Künstler und ihre Werke ausmachen. Denn jeder von ihnen hat sich einer oder auch mehreren Kunstgattungen verschrieben, und Farbe, Holz oder Stein, Metall, Ton, Stoff oder Papier als Arbeitsmaterial auserkoren.

Die einzige Ausstellerin aus dem Zollernalbkreis war in diesem Jahr die Balinger Künstlerin Francisca Blum, die ihre stimmungsvollen Aquarelle präsentierte – ein Spiel der Farben und Formen, das mit seiner sprühenden Lebendigkeit wunderbar in den Frühling passt.

Handwerk als Kunst

Neben allerlei Bildern, die in unterschiedlichen Techniken gefertigt wurden, konnten die Besucher sich auch kunstvolle Taschen, Drechselarbeiten, Schmuck und Skulpturen verschiedenster Materialien ansehen.