Hechingen Nabu stellt sich schützend vor die Hecke

Nicht verkleinert werden soll nach dem Willen des Nabu der voluminöse Baum- und Gebüschstreifen zwischen Ziegelbach und Heiligkreuz-Friedhof.
Nicht verkleinert werden soll nach dem Willen des Nabu der voluminöse Baum- und Gebüschstreifen zwischen Ziegelbach und Heiligkreuz-Friedhof. © Foto: privat
Hechingen / HZ 27.08.2018
Natur oder Bauland? Der Hechinger Nabu will die große Hecke am Stettener Ziegelbach komplett erhalten sehen.

Auch private Naturschutzverbände können sich in Bebauungsplanverfahren der Kommunen fachlich äußern; oftmals werden sie sogar ausdrücklich dazu aufgefordert. Im Landkreis Zollernalb werden die Stellungnahmen vom Arbeitskreis Zollernalb des Landesnaturschutz­verbands abgegeben, dem die Nabu-Gruppen und die Ignuk angehören. Für die Hechinger Planungen werden diese von der Hechinger Gruppe des Naturschutzbunds, für das Killertal zusammen mit der Ignuk, vorbereitet und dem Arbeitskreis übermittelt. Federführend sind dabei Gert Rominger vom Nabu und Roland Bosch für die Ignuk.

Überragende Bedeutung

Mit besonderem Nachdruck setzt sich die Hechinger Nabu-Gruppe gegenwärtig für den Erhalt des bis zu zehn Meter breiten Baum- und Gebüschstreifens zwischen Ziegelbach und Heiligkreuz-Friedhof ein. Dieser soll, um eine bessere Ausnutzung der Baugrundstücke zu ermöglichen, mit Hilfe einer Planänderung auf durchweg zwei Meter Breite entlang des Weges reduziert werden. Nach Auffassung des Nabu handelt es sich um ein gesetzlich geschütztes Biotop, das einen höchst wertvollen Brut- und Lebensraum für zahlreiche stark gefährdete Vogelarten darstellt. Genannt werden Goldammer, Bluthänfling und Klappergrasmücke. Für die Tierwelt sei der Grünstreifen zudem eine wichtige Verbindung vom Ziegelbach zu zahl­reichen weiteren Biotopen. Die vorgesehene Ersatzpflanzung auf der anderen Wegseite könne erst in zehn bis 15 Jahren diese wichtigen Funktionen übernehmen, schreibt der Nabu. Die Naturschützer sehen als beste Lösung, das Biotop in städtisches Eigentum zu übernehmen, wie dies schon vor Jahren vorgeschlagen wurde.

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