Hechingen / Diana Maute  Uhr
Der Hechinger Verein „Kinder brauchen Frieden“ hat am ersten Adventssamstag seine jährliche Paketaktion gestartet.

Alle Jahre wieder beginnt im Advent die Zeit der Vorfreude auf Weihnachten. Allzu oft ist diese Zeit der Erwartung aber auch mit einem gewissen Kopfzerbrechen verbunden, denn über allem schwebt die Frage: Was soll man seinen Liebsten bloß wieder auf den Gabentisch legen? Wo doch alle schon alles haben und überall Überfluss herrscht. Der Hechinger Verein „Kinder brauchen Frieden“ hat da eine glänzende Idee. Unter dem Motto „Spenden statt Geschenke“ wirbt er an den vier Adventssamstagen im Eingangsbereich des Hechinger Kaufland-Marktes in der Kaullastraße um Spenden. Und zwar mit der Aktion „Ein Paket von mir“, bei der jeder, der Kindern in Not helfen möchten, die Möglichkeit hat, ein Lebensmittelpaket im Wert von zehn Euro zu finanzieren.

Seit nunmehr 21 Jahren gibt es die Paket-Aktion, die sich in den über zwei Jahrzehnten zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Jedes Jahr kommt dabei eine schöne vierstellige Summe zusammen, durch die das Leid vieler Kinder nachhaltig gemindert werden kann. Ganz wesentlich am Erfolg beteiligt ist Hubert Rapp, der „Ein Paket von mir“ seit 2001 mit ganz viel Engagement organisiert und dabei stets auf hochkarätige Unterstützung zählen kann. Denn immer wieder erklären sich prominente Schirmherren bereit, mitzumachen und aktiv für die gute Sache zu werben. „Dass viele Menschen jedes Jahr gezielt hierherkommen, um die Aktion zu unterstützen und zu spenden, freut uns ganz besonders“, betont Rapp.

Wer das Kaufland am 1. Adventssamstag ansteuerte, traf am Tisch von Kinder brauchen Frieden nicht nur auf Verena Winter, Hubert Rapp und den Vorsitzenden Jürgen Müller, sondern auch auf Bürgermeister Philipp Hahn. Das Hechinger Stadtoberhaupt ist einer der Schirmherren und spendete für die Aktion am Samstag nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit. Den ganzen Vormittag über war er gemeinsam mit dem Team von Kinder brachen Frieden vor Ort, machte Passanten auf die wertvolle Arbeit des Vereins aufmerksam und warb um Unterstützung.

Für das Stadtoberhaupt war das eine besondere Erfahrung: „Es ist zwar ungewohnt, die Leute hier direkt anzusprechen, aber so kommt man auch immer wieder ins Gespräch und hat nette Begegnungen“, unterstrich Hahn. Dem konnten seine Mitstreiter nur zustimmen: „Wir sind hier mit Spaß bei der Sache und freuen uns, wenn viele bei uns stehenbleiben“, erklärte Jürgen Müller. Er und sein Team wissen, wie wichtig jeder einzelne Euro ist, der in der Kasse der Hilfsorganisation landet. Denn immer wieder treffen die Mitglieder in Ländern wie Bulgarien, Kroatien, Sri Lanka, und Ruanda, vor allem aber auch in der Stadt Goma im krisengebeutelten Kongo auf Menschen, die unter bitterster Armut, Hunger, Gewalt, Krieg und Naturkatastrophen leiden.

Kinder brauchen Frieden leistet überall dort praktische Hilfe, wo sie am dringendsten benötigt wird. „Ein Kind, das wieder lachen kann, lohnt jede Mühe“, wissen die Mitglieder. Und auch die Schirmherren wollen mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass die Aktion „Ein Paket von mir“ in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg wird. So wird am Samstag, 8. Dezember, der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann am Aktionsstand im Kaufland anzutreffen sein. Außerdem kommt an diesem Tag um 10 Uhr der Nikolaus zu Besuch. Am Samstag, 15. Dezember, folgen die SPD-Politiker Klaus Käppeler und Herta Däubler-Gmelin. Am Samstag, 22. Dezember, ist Staatsministerin  Annette Widmann-Mauz (CDU) mit von der Partie.

Zu ihnen gesellen sich hoffentlich viele Spender, bei denen sich Kinder brauchen Frieden ganz herzlich bedankt.

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Jahre schon hat die Aktion „Ein Paket von mir“ auf dem Buckel. Das Schöne daran: Das merkt man rein gar nicht! Die gute Sache kommt nach wie bestens an und ist von Erfolg gekrönt.