In der Luft lag Brandgeruch, auf dem Boden ein Schaumteppich, drumherum hetzten Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken: Auch wenn vom Dorf aus weder Flammen noch Rauch sichtbar waren, fuhren die Feuerwehren aus Hechingen und Weilheim am Dienstagnachmittag am Weilheimer Ortsrand einen Großeinsatz. In einer Schreinerei war die zentrale Absauganlage für die Hobel- und die Sägemaschinen während der Arbeit in Brand geraten. Um 16.19 Uhr ging der Alarm los, der auch Weilheims Ortsvorsteherin Ingrid Riester an den Brandort eilen ließen, und als es am Abend dunkel wurde, war der Einsatz immer noch nicht beendet. Auch wenn Stadtbrandmeister Maik Bulach gegen 18.20 Uhr gegenüber der HZ weitgehend Entwarnung geben konnte: „Inzwischen haben wir es im Griff.“

Davor hatten er und rund drei Dutzend seiner Kameraden dem Feuer in der Betriebshalle der Schreinerei einen heißen Kampf geliefert. Auch dort war zwar kein offenes Feuer zu sehen, dafür qualmte es umso mächtiger. Der komplette Brand spielte sich im – unter der Decke weit verzweigten – Absaugrohrsystem ab, wo sich im Sägemehl haufenweise Glutnester fanden. „Und bei so einer Lage“, schilderte Maik Bulach, „droht immer die Gefahr einer Staubdurchzündung“. Einem solchen „Flashover“, der in einen Vollbrand mündet, galt es vorzubeugen. Für die Einsatzkräfte bedeutet dies: Man muss beim Öffnen des Rohrsystems „Stück für Stück vorgehen, darf nicht alle Löcher gleichzeitig aufmachen“, so Bulach. Denn immer wenn Sauerstoff an ein Glutnest gelangt, kann das Feuer neu angefacht werden. Letztlich gelang es aber, das zentrale Absaugrohr ins Freie zu befördern und vollends mit Schaum zu löschen. Und drinnen wurde der Nachschub gestoppt, bevor die Gluten den großen Speicherturm erreicht hatten.

So sah es bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe aus, als wäre alles noch einmal glimpflich ausgegangen. Der Sachschaden dürfte ersten Schätzungen zufolge zwar in die Zehntausende gehen. Verletzt wurde aber niemand, so dass die Hechinger Rotkreuzhelfer, die für alle Fälle parat standen, keine Arbeit bekamen.