Hechingen / Michael Tschek  Uhr
Kinder brauchen Frieden hatte zum Finale eine prominente Mitstreiterin: Staatsministerin Annette Widmann-Mauz.

„Ein Paket von mir“, die Spendenaktion von Kinder brauchen Frieden ist im Hechinger Kaufland in der Kaullastraße am Samstag mit dem vierten Adventssamstag zu Ende gegangen. Zufrieden mit der Spendenbereitschaft der Menschen waren vom Verein Organisator Hubert Rapp, Vorsitzender Jürgen Müller und Beisitzerin Cornelia Bierlmeier.

Der Weihnachtsmann schaute ebenfalls vorbei – in der Person des Vorstandsvorsitzenden der Tübinger Reinhold-Beitlich-Stiftung: Hubert Bosch überreichte einen Scheck in Höhe von 5000 Euro.

Nach Bürgermeister Philipp Hahn, dem SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Rosemann sowie dem ehemaligen Hechinger-Münsinger SPD-Landtagsabgeordneten  Klaus Käppeler Ex-Justizministerin Herta Däubler-Gmelin war nun am vergangenen Samstag die Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz (CDU), vor Ort, um für das Projekt zu werben.

„Ich werde zu den in den Medien veröffentlichen Artikeln keinen Kommentar mehr abgeben.“ Das sagte die Tübinger-Hechinger Abgeordnete zur Kampagne der Springer-Presse gegen sie. Annette Widmann-Mauz wird insbesondere von „Bild“ vorgehalten, in ihrer Weihnachtsgrußkarte das Wort „Weihnachten“ nicht erwähnt, sondern nur eine „besinnliche Zeit, egal woran Sie glauben“, gewünscht zu haben.

Die Reaktion darauf war zumindest am Samstag eindeutig: „So ein Schwachsinn“, sagte beispielsweise Artur Zeeb, der als Zauberer Kinder zum Staunen brachte und die Aktion von Kinder brauchen Frieden unterstützte. Und auch von vielen am Stand vorbeikommende Menschen wurde im Gespräch mit Widmann-Mauz die Kampagne nur mit Kopfschütteln und Unverständnis kommentiert.

Dass Weihnachten auch eine  Zeit ist, um sich zu besinnen an die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, hatten im Laufe des Vormittags die ein- und ausgehenden Einkäufer im Kaufland eindrucksvoll bewiesen. In der Kasse landete ein Euro-Schein nach dem anderen, wobei von Rot für zehn Euro  bis hin zu Grün für 100 Euro alles vertreten war.

Mit einem großen Scheck überraschte dann noch Hubert Bosch die Vereinsmitglieder von Kinder brauchen Frieden. Bosch ist Vorsitzender der Reinhold-Beitlich-Stiftung mit Sitz in Tübingen. Die Stiftung geht auf die Gründer Reinhold und Gertrud Beitlich zurück, die ihre Firma „CHT“ (Smart Chemistry with Charakter) zu einem weltweiten Unternehmen ausgebaut hatten, aber schon zu Lebzeiten sich dazu entschlossen hatten, sich von dem größten Teil des erarbeiteten Familienvermögens zu trennen und somit nicht dem Eigen-, sondern ausschließlich dem Gemeinnutz zur Verfügung zu stellen.

Hubert Rapp war mit seinem Namensvetter zum ersten Mal bei den diesjährigen Ladies Open in Kontakt gekommen, und beim großen Hechinger Tennisturnier hatte der Stiftsungsvorstand dem Verein bereits 2500 Euro gespendet. „Es ist für uns eine Freude, dass etwas für Menschen in Not bewegt wird“, sagte Hubert Bosch bei der Scheckübergabe.

Das an den vier Adventswochenenden gespendete Geld wird nun wie immer auf alle Projekte von Kinder brauchen Frieden verteilt werden, betonte  Cornelia Bierlmeier.