Hechingen Ein Regenbogen der Kunst in der Villa Eugenia

Diana Maute / Diana Maute 18.06.2018

Ein „Regenbogen der Kunst“ spannte sich am Wochenende über die Villa Eugenia in Hechingen. Rund 20 Künstler aus der Region zeigten dabei ihre Exponate und boten Workshops an.

Im stilvollen Ambiente

Petra Wenski-Hänisch, Diplom-Designerin, freischaffende Künstlerin, Dozentin und Konzeptkünstlerin aus Böblingen hat die Villa Eugenia als reizvolle Kulisse entdeckt und damit sowohl den Künstlern als auch den Besuchern eine wunderbare Gelegenheit gegeben, Kunst in stilvollem Ambiente zeigen und genießen zu können. Wieder verwandelte sich die ehemalige Fürstenresidenz in ein Zentrum der Kreativität und des Schöpfergeistes. Die Kunstschaffenden gewährten Einblick in ihre Arbeit und luden teilweise auch zu Workshops ein, in denen sie ihr Wissen an die Teilnehmer weitergaben.

Cello- und Saxophonklänge

Dazu wehten immer wieder musikalische Klänge durch die Räume der Villa. Mit Carlo Burkhardt spielte am Samstagabend ein wahrer Tonkünstler am Saxophon auf, während die jungen Musikerinnen Amy Hömann, Cello, und Maite Just, Violine, die Vernissage am Samstagnachmittag mit klassischen und modernen Klängen umrahmten und am Sonntag eine Matinee gestalteten.

Die prächtig gewandeten Hechinger Hofdamen flanierten derweil  durch die Villa und den Fürstengarten und zogen die Blicke auf sich.

„Kunst weckt Gefühle, Sehnsüchte und Emotionen, ganz besonders beim Regenbogen der Kunst“, konstatierte Karin Müller, die  im Rahmen der Vernissage in die Veranstaltung einführte.

Dabei machte sie das Publikum auch mit Organisatorin Petra Wenski-Hänisch bekannt. Letztere sei selbst eine sehr vielfältige und kreative Kunstschaffende, die auch immer wieder Ausstellungen für und mit Künstlerkollegen auf die Beine stelle.

Kunst als Notwendigkeit

„Kunst ist nicht Luxus, Kunst ist Notwendigkeit – das ist ihr Motto“, betonte die Laudatorin. Der Ton, der aus Mutter Erde stamme und die Erd- und Regenbogenfarben hätten es Petra Wenski-Hänisch ganz besonders angetan. Daher rühre auch der Titel der Veranstaltung. Die Teilnehmer, die sich unter dem „Regenbogen der Kunst“ versammelt hätten, präsentierten Exponate, die „manches Mal einen Kontrast zum Alltag bilden, der uns tief berühren kann, wenn wir es zulassen“, so Müller.

Stets stellten sich ihr bei jedem einzelnen Teilnehmer die Fragen: Warum malt er? Wie kommt er zur Bildhauerei? Und vor allem: Auf welchem Weg befindet er sich, wo will er hin?

Jeweils mehrere Kunstgattungen

Jeder einzelne von ihnen wurde von Karin Müller vorgestellt, indem sie die Schaffensschwerpunkte hervorhob. Jeder von ihnen hat sich einer oder auch mehreren Kunstgattungen verschrieben, hat Farbe, Holz oder Stein, Metall, Ton, Stoff oder Papier als Arbeitsmaterial auserkoren.

Eine ganz unkonventionelle Kategorie stellte „Aus Alt mach Kunst“ dar, in der zwei Künstlerinnen alte Bücher oder Wegwerfartikel zu Kunstobjekten verarbeiten.  Allerlei Bilder, die mit verschiedensten Techniken gefertigt wurden, gab es natürlich ebenso zu sehen wie  kunstvolle Taschen, Schmuck und Skulpturen verschiedenster Materialien.

Aus Hechingen und Hart

Mit Ina Simone Petri zeigte eine Hechinger Künstlerin ihre Bilder und lud zudem ein, bei ihrem Workshop „Fahnen fürs Leben“ mitzumachen.

Zu den regionalen Künstlern gehörte auch Steinmetz Siegfried Fechter aus Hart. Er präsentierte neben der Freitreppe der Villa seine charakterstarken „Machtköpfe“ und Skulpturen.

20
2017 für die Künstler entdeckt

Auftakt Ihre Premiere feierte die Veranstaltung im vergangenen Jahr. Damals hatte Petra Wenski-Hänisch die Villa „entdeckt“.

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