Die im Sommer neu an der Börse platzierte Göppinger Softwareschmiede Teamviewer wird ab 23. Dezember 2019 im MDax gelistet. „Sowohl die Marktkapitalisierung von zwei Milliarden Euro im Streubesitz als auch die Aktienumsätze deuten darauf hin, dass Teamviewer die Titel der Optikerkette Fielmann ersetzt“, hatte das Handelsblatt zutreffend vorhergesagt.

Frankfurt/Main

Stichtag 4. Dezember

Stichtag für die MDax-Zusammensetzung, die in jedem Quartal neu ermittelt wird, war Mittwoch, der 4. Dezember. Die Bekanntgabe durch die Deutsche Börse erfolgte unmittelbar nach dem US-Handelsschluss kurz nach 22 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Zum 23. Dezember wird Teamviewer somit erstmals im zweitgrößten Deutschen Börsenindex gehandelt und steht dann mit anderen mittelgroßen Unternehmen wie Airbus, Hugo Boss oder der Commerzbank in einer Reihe.

MDax-Fantasie beflügelt den Kurs

An der Börse wurden bereits die Gerüchte positiv aufgenommen. Teamviewer lag am Mittwoch über 2 Prozent im Plus. Damit nähert sich das Unternehmen wieder dem Ausgabekurs von 26,25 Euro bei der Börsenemission am 25. September. Im Oktober war die Notierung dann um fast 20 Prozent auf 21,80 Euro gesunken, ist aber bereits seit etlichen Wochen wieder im Steigflug.

Gründer Tilo Rossmanith stieg 2009 aus

Nach wie vor befindet sich die Teamviewer AG mehrheitlich im Besitz von Finanzinvestor Permira. Der Anbieter von ausgefeilter Fernwartungssoftware für Screen-Sharing, Videokonferenzen, sowie für Dateitransfer und VPN war 2005 vom lokalen Unternehmer Tilo Rossmanith gegründet worden. Dieser veräußerte die Firma jedoch im Jahr 2009 an Investoren.