Große Resonanz fand die Auftakt-Projektwoche unter dem Motto „Wir für unsere Welt“ im Mai 2018. Schüler der Hieberschule haben sich auf den Weg gemacht, die Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) des Bildungsplans 2016 mit Leben zu füllen sowie die 17 Ziele der Vereinten Nationen (UN) umzusetzen. Wie beispielsweise Ramon Almer und Isabell Schmidt, die sich seitdem wie weitere knapp vierzig Neunt- und Zehntklässler intensiv mit diesem Thema befassen.

Insektenhotels und wilder Müll

Neben dem Bau sogenannter Insektenhotels, klären sie nicht zuletzt über unterschiedliche Missstände auf. „Stop Littering“ – der 15-jährige Ramon aus Faurndau weist unter anderem auf die dauerhaften Folgen des achtlosen Wegwerfens von Abfällen wie Kaugummi, Kippen oder Bäckertüten auf Plätzen oder in der Natur hin und zeigt Schülern dafür Möglichkeiten, umweltschonend ihren Müll zu entsorgen.

Lieber kreativ verschönern als wegwerfen

Weil viele der Verpackungen von online bestellten und zurückgesendeten Waren geschreddert werden, rät die 16-jährige Isabell aus Uhingen zum derzeit angesagten kreativen „Pimp me up“, anstatt alles neu zu kaufen. Der englische Slogan bedeutet, aus alter Kleidung etwas Neues zu kreieren. „Weil ich für die nächste Generation noch eine bewohnbare Erde haben möchte“, nennt Ramon Almer den Grund für sein Engagement. Seine Mitstreiterin Isabell Schmidt sieht es ähnlich, sie verrät: „Die Reduzierung von Verpackungsmüll ist bei uns zu Hause schon lange ein Thema.“

Was Schulleiterin Claudia Leber zu dem Thema sagt, und was die 17 Ziele der Vereinten Nationen genau sind, das lesen Sie in der NWZ-Ausgabe vom Mittwoch.

Vereinbarung zum Schutz der Umwelt und für gutes Zusammenleben


Beschluss Am 1. Januar 2016 traten die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (engl.: Sustainable Development Goals oder SDGs) mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2030 in Kraft. Die politischen Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN) gelten für alle Staaten der Welt und dienen der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene.

Ziele 1. Keine Armut. 2. Kein Hunger. 3. Gesundheit und Wohlergehen. 4. Hochwertige Bildung. 5. Geschlechter-Gleichstellung. 6. Sauberes Wasser und Sanitärversorgung. 7. Bezahlbare und saubere Energie. 8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum. 9. Industrie, Innovation und Infrastruktur. 10. Weniger Ungleichheiten. 11. Nachhaltige Städte und Gemeinden. 12. Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster. 13. Maßnahmen zum Schutz des Klimas. 14. Leben unter Wasser. 15. Leben an Land. 16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. 17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.