Energie Göppinger Stromausfall hat Folgen

Göppingen / Arnd Woletz 24.07.2018
Auch am Tag nach dem Stromausfall war die Versorgungs-Panne und die Schäden Thema in Göppingen.

Erst am Dienstag um 15 Uhr gingen in der Göppinger Kaufhof-Filiale die Lichter und Kassen wieder an. Damit endeten eineinhalb Tage ohne Energie.

Auslöser der Misere war der Stromausfall, der am Montagmorgen ab 7 Uhr Teile der Innenstadt lahmgelegt hatte.  Es war, wie berichtet, nach einem Baggerbiss in ein Mittelspannungskabel zu einer Kettenreaktion  und Folgeschäden im Stromnetz gekommen. Zwar konnte die Energieversorgung Filstal die Stromversorgung in den meisten Gebieten ein paar Stunden später wieder herstellen, doch beim Hochfahren versagte in der Kaufhof-Filiale ein sogenannter Leistungsschalter an der Übergabestelle, wie  Kaufhof-Filialleiter Benedikt Wiegel berichtete. Das Kaufhaus blieb geschlossen, bis Dienstagmittag ein von der EVF vermittelter Spezialist den Schaden reparieren konnte.

Auch an vielen anderen Stellen hatte der Blackout gravierende Folgen: Computer in den Büros und Kassensysteme in den Ladengeschäften lagen lahm, Ärzte mussten Patienten wieder heimschicken, in Restaurants blieb die Küche kalt – und damit die Gaststube geschlossen. Auch Cafés und Eisdielen mussten schließen.

Die Geschäftswelt in der östlichen Innenstadt war vom Stromausfall besonders betroffen. Weiteres Beispiel aus der Bleichstraße: Bastians Imbiss. Er sei den ganzen Vormittag über von den EVF-Mitarbeitern vertröstet worden, berichtet Inhaber Karl Abt. Um etwa 11.30 Uhr habe er dann den Imbiss geschlossen. Die schon auf dem Grill liegenden Würste, das komplette Gyros-Fleisch und eine Tageslieferung Brötchen musste er entsorgen.

Auch außerhalb der Innenstadt zog der Kabelschaden, den Bauarbeiter morgens auf dem Apostel-Areal verursacht hatten, weite Kreise. Zum Beispiel bei Gebauers Aktiv Markt in der Dieselstraße: Dort sei die Stromversorgung ab 7 Uhr instabil gewesen, ab 8 Uhr war der Strom bis 10 Uhr komplett weg, berichtete Geschäftsführer  Guido Empen. Der Laden blieb vorerst zu.

Glücklicherweise seien die Kühltruhen so ausgelegt, dass gefrorene Ware bis zu zweieinhalb Stunden ohne nennenswerten Temperaturanstieg aufbewahrt werden kann, berichtet der Geschäftsführer. Deshalb sei kein Schaden entstanden. Hätte der Stromausfall aber eine Stunde länger gedauert, wäre  die Firma verpflichtet gewesen, die Kühlware in Containern zu entsorgen.

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