Auch nach dem Ende der Weihnachtsferien reißen die Beschwerden über die zu kurz geratenen Go-Ahead-Züge auf der Filstalbahn nicht ab. „Selbst auf dem WC im Zug haben sich die Fahrgäste ab Stuttgart gestapelt“, schreibt Leser Jochen App aus Donzdorf. Der Zug müsste seines Erachtens mindestens dreimal so viel Kapazität haben, damit ein vernünftiges Fahren möglich ist. Auch stelle sich die Frage, was zum Beispiel bei einem Notfall passiere, so App. Zudem befürchtet er, dass sich der Zorn der Fahrgäste bald an den Zugbegleitern und Lokführern oder auch untereinander entladen könnte.

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„Verbale Nettigkeiten mit dem Zugpersonal“

Diese Gefahr unterstreicht auch Userin Marina Stoiber: „Es werden verbale Nettigkeiten mit dem Zugpersonal ausgetauscht, dass sich zu Dritt in der Lokfahrerkabine befindet. Auf lauthalse Beschwerden der zahlreichen Fahrgäste die nicht befördert werden können erfolgt nur ein Zuruf des Personals man hätte schließlich keinen Zug in der Hosentasche“, berichtet sie in einer Mail. In dem entbrannten Shitstorm ist auch von „Ölsardinen-Manier“ oder „Viehtransporten“ die Rede.

Oft schon in Bad Cannstatt völlig überfüllt

Bemängelt werden bei Facebook außerdem die vielen Verbindungsausfälle sowie die Tatsache, dass die Züge bei der Rückfahrt oft schon im Bahnhof Cannstatt sehr voll sind, und nur noch einzelne „besonders dreiste Personen“ einsteigen können. „Ich erlebe das Ganze täglich auf der Remsbahn. Das Problem ist, dass Züge ausfallen und infolgedessen die nachfolgenden Züge hoffnungslos überfüllt sind. Wenn alle Züge fahren sind die Wagen zwar auch voll – aber nicht so überfüllt“, postet Michael Schlichenmaier.

Die weitere Entwicklung im Fils- und Remstal dürfte spannend bleiben. Immerhin sollen in den nächsten Monaten nach und nach weitere Waggons ausgeliefert werden, nachdem sie zur Übernahme durch Go-Ahead am 15. Dezember nicht pünktlich fertig gestellt waren. Auf Beschwerden, die „sofortige Abhilfe“ verlangen, hat das Verkehrsministerium bisher jedoch offenbar nicht reagiert. Das Schwarzfahren scheint laut Leserzuschriften unter solch extremen Umständen übrigens nicht immer konsequent geahndet zu werden.

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Go Ahead Baden-Württemberg Neue Geschäftsleitung bei Go-Ahead

Stuttgart/Göppingen