Nach dem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit einer Beerdigung in Schwäbisch Gmünd gibt es jetzt einen zweiten bestätigten Fall im Kreis Göppingen. Betroffen ist ein Kind aus einer vierten Klasse der Uhlandschule in Geislingen.
Am Mittwoch gab das Landratsamt das positive Testergebnis bekannt; zwei Proben sind negativ ausgefallen. Sieben Resultate von insgesamt zehn Verdachtsfällen im Raum Göppingen und Geislingen stehen demzufolge noch aus und werden bis Donnerstag erwartet.
Zuvor war bereits klar, dass auch ein Ehepaar aus dem Raum Geislingen an der Trauerfeier am 14. Juli teilgenommen hatte. In den folgenden Tagen erkrankten der Mann und die Frau an einer grippalen Symptomatik. Die Frau wurde positiv getestet. Bei dem Ehepaar und seinen drei Kindern hat man Quarantäne mit zusätzlichen Abstrichen veranlasst. Auch die Verdachtsfälle befinden sich in häuslicher Isolation.
Am Mittwoch führte das Gesundheitsamt bei den Schülern der betroffenen vierten Klasse sowie bei Lehren der Uhlandschule zum Ferienbeginn Abstriche durch. Alle sind angehalten, jeglichen Kontakt zu vermeiden, bis das Testergebnis vorliegt.

Beisetzung auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof

Unterdessen betonte der Vorsitzende der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde in Schwäbisch Gmünd, dass kein Gottesdienst innerhalb der Moschee stattgefunden habe. Vielmehr sei rund 15 Minuten auf dem Parkplatz gebetet worden, so Emin Cakmak. Anschließend gab es laut Rems-Zeitung eine Beisetzung auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof Richtung Bettringen. Anwesend waren laut Behörden „mindestens 100 Personen“. Nach Angaben des Landratsamts ist eine Teilnehmerliste in solchen Fällen nicht vorgeschrieben.