Abriss Abschied vom Parkhaus Mörikestraße

Letzte Einfahrt ins Kaufhof-Parkhaus. In drei Wochen wird der Betonbau aus den Siebzigerjahren mit 600 Stellplätzen abgerissen.
Letzte Einfahrt ins Kaufhof-Parkhaus. In drei Wochen wird der Betonbau aus den Siebzigerjahren mit 600 Stellplätzen abgerissen. © Foto: Giacinto Carlucci
Von Arnd Woletz und Celina Sautter 05.01.2018
Das Parkhaus in der Mörikestraße hinterm „Kaufhof“ schließt am Freitag. 2019 soll Ersatz zur Verfügung stehen.

Das Ende des Kaufhof-Parkhauses ist besiegelt. In drei Wochen sollen bereits die Abrissbagger kommen und den Bau aus den Siebzigerjahren dem Erdboden gleich machen. Das privat betriebene Parkhaus weicht dem Einkaufszentrum „Staufengalerie“. 600 Stellplätze fallen dann vorübergehend weg. Allerdings sollen im neuen Einkaufszentrum auf vier Parkdecks in den Obergeschossen 700 neue Parkplätze gebaut werden. Und nach Angaben eines Sprechers der Investorengruppe werden sie bereits in 18 Monaten benutzbar sein, wenn der Rohbau des Shopping-Centers fertig sein soll. So jedenfalls sehe es der aktuelle Zeitplan vor.

Für die Übergangszeit macht sich die Stadt daran, den Parkplatz-Engpass in der Innenstadt so gering wie möglich ausfallen zu lassen. „Effektiv dürften deutlich weniger als die 600 Stellplätze fehlen, da das Parkhaus laut den Ergebnissen der Parkraumuntersuchung eine relativ niedrige Auslastung hat“, meint Olaf Hinrichsen, Pressesprecher der Stadtverwaltung. Dennoch sei die Kommune bemüht, so viele Stellplätze vorzuhalten wie möglich. Zum einen werde der zweite Bauabschnitt des Anbaus im Parkhaus Jahnstraße mit weiteren 200 Stellplätzen voraussichtlich im März in Betrieb gehen. Zum anderen wird die Tiefgarage am Bahnhof nach den Sommerferien 104 Kurzzeit-Parkplätze anbieten. Und das ist nicht alles: Auf dem früheren Neckarwerke-Gelände, hinter dem „Marktkauf“ werden 160 provisorische Stellplätze hergerichtet werden, die ab März überwiegend an Dauerparker, die bisher im Kaufhof-Parkhaus untergekommen sind, vergeben werden. Wegen möglicher weiterer Ausweichflächen zum Parken sei die Stadt mit den Eigentümern in Gesprächen. „Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, die sich anbieten“, versichert  Göppingens Baubürgermeister Helmut Renftle.

Die Autofahrer, die das Kaufhof-Parkhaus regelmäßig ansteuerten, haben eine geteilte Meinung zum Aus dieser Anlage. Susanne Dukat aus Ebersbach beispielsweise hat es erst am Mittwoch richtig zur Kenntnis genommen, dass das Parkhaus schließen soll: „Der Abriss  schien mir noch so weit weg – ich weiß deshalb auch noch nicht, wo ich künftig parken soll, da es kaum passende Alternativen gibt,“ findet sie. Andere Befragte sehen keinen Verlust im Abriss des Parkhauses, weshalb sie nicht unglücklich sind, dass es am 6. Januar endgültig schließt. „Ich bin wirklich froh, dass das Parkhaus abgerissen wird und wir bald neue Parkplätze bekommen“, sagt Özit Kara aus Göppingen. „Mir ist es hier viel zu eng zum Einparken, vor allem für die größeren Autos stellen die engen Durchfahrten ein Problem dar.“

Wie geht es weiter am Einkaufszentrum?

Acht Wochen wird der Abbruch des Kaufhof-Parkhauses dauern, sagte ein Sprecher der Investorengruppe. Anschließend werde im Frühjahr die Baugrube auf diesen Bereich erweitert. Für die künftige Anlieferungszone des Einkaufszentrums müsse zwischen dem Standort des heutigen Parkhauses und dem südlich angrenzenden Spielcenter ordentlich in die Tiefe gegraben werden.

Der Bau des Einkaufszentrums werde aber nicht mehr, wie bisher geplant, in zwei Bauabschnitten erfolgen. Deshalb werde zeitgleich mit dem Aushub an der Mörikestraße an der gegenüberliegenden Ecke Bleichstraße/Poststraße mit dem Rohbau der „Staufengalerie“ begonnen.